Stadt Kempten Kempten erleben Die Geschichte Kemptens Zeittafel - Von der Gründung bis in die Gegenwart

Zeittafel - von der Antike bis in die Gegenwart

Die Geschichte der Stadt Kempten reicht weit zurück. Auf dieser Zeittafel sehen Sie eine Auswahl historischer Ereignisse, die die Stadt Kempten im Laufe ihrer über 2000 Jahre langen Geschichte geprägt haben.

15 v. Chr.

Römische Truppen erobern das Alpenvorland und treffen auf eine keltische Vorgängerstadt Kambodounon.

 

Ab ca. 4 n. Chr.

Auf dem Lindenberg (Kempten-Ost) entsteht die neue römische Landstadt Cambodunum.

 

ca. 18 n. Chr.

Der griechische Geograph Strabon (ca. 63 v. Chr. bis 23 n. Chr.) benennt eine keltische „Polis“ (also eine Stadt) Kambodounon. Das ist die älteste schriftliche Erwähnung einer deutschen Stadt.

 

69

Cambodunum brennt und wird in den Jahren 70 bis 80 schöner und repräsentativer als zuvor wieder aufgebaut. Die Stadt ist das Verwaltungszentrum der Provinz Raetien.

 

ca. 180

Cambodunum wird als Provinzhauptstadt von Augusta Vindelicum–Augsburg abgelöst.

 

233

Bei Überfällen der Alemannen werden Teile der Stadt Cambodunum zerstört.

 

nach 260

Die Stadt Cambodunum auf dem Lindenberg wird nach und nach aufgegeben zugunsten der mit Mauern umgebenen Siedlung Cambidanum am Fuß der Burghalde. Diese Kastellsiedlung ist ein Grenzpunkt des spätrömischen Limes. Eine Abteilung der 3. italischen Legion ist dort als Grenzwacht stationiert.

 

nach 450

Die römischen Soldaten und die Verwaltung verlassen Cambidanum. Alemannische Siedler nehmen die Stadt in Besitz.

 

743

Die Mönche Magnus und Theodor aus St. Gallen kommen ins Allgäu, um das auf Rom ausgerichtete Christentum durchzusetzen. In Kempten baut Theodor eine Marienkirche und eine kleine Klosterzelle.

 

752

Audogar macht aus der Klosterzelle ein reguläres Kloster, dessen erster Abt er wird. Das Kloster Kempten ist das erste im Allgäu.

 

771

König Karl der Große heiratet aus Neigung und Diplomatie die 14-jährige Herzogstochter Hildegard, die verwandtschaftliche Beziehungen zu Kempten hat. Sie wird ab 773 zur großen Wohltäterin des jungen Klosters, das so zu den bestprivilegierten Klöstern des Frankenreiches wird.

 

814

König Ludwig der Fromme bestätigt die Rechte des Klosters Kempten, die es von seinem Vater Karl dem Großen verliehen bekam.

 

ca. 853

König Ludwig der Deutsche bestätigt dem Kloster die Grenzen der „Marca Campidonensis“, der Kemptener Mark, aus der später die Grafschaft Kempten wird.

 

940

Zum dritten Mal innerhalb von 30 Jahren wird Kempten von den ungarischen Kriegern verwüstet.

 

941

Ulrich, Bischof von Augsburg und gleichzeitig mehr als 20 Jahre Abt des Klosters Kempten, beginnt mit dem Wiederaufbau von Stadt und Kloster.

 

1179

Herzog Welf VI. schenkt dem Kloster Kempten seinen Besitz in Oberammergau.

 

12. Jahrhundert

Seit diesem Jahrhundert sind die Kemptener Äbte Reichsfürsten, was sich u.a. auf den Inschriften der in Kempten geprägten Münzen zeigt.

 

1213

König Friedrich II. belehnt den Fürstabt von Kempten mit der „Grafschaft Kempten“.

 

1289

Eine Urkunde König Rudolfs von Habsburg steht am Beginn des langen Wegs der Stadt Kempten zu einer freien Reichsstadt, die nur dem König untersteht.

 

um 1300

Eine Großbaumaßnahme verändert das Erscheinungsbild der Stadt grundlegend: Die Iller wird im Stadtgebiet in ein neues Bett östlich der Burghalde gezwungen. Dafür wird ihr alter Verlauf westlich der Burghalde zugeschüttet. Die „neue“ Iller hat befestigte Ufer, eine Brücke statt einer Furt und ein Wehr, um das Wasser zu den Mühlen auf der neuen Mühlinsel zu leiten. Damit wird die Grundlage geschaffen für die wirtschaftliche Blüte der Stadt im Spätmittelalter. Das neu gewonnene Siedlungsgebiet wird mit einer Stadtmauer umfangen.

 

1363

Kempter Bürger nehmen die jährliche Einladung des Fürstabtes zum Martinsessen auf die Burghalde als Gelegenheit, die Burg mit Waffengewalt zu stürmen und teilweise zu zerstören.

 

1368

Das erste Kemptener Rathaus wird als Fachwerkbau errichtet im Bereich der zugefüllten Iller. Im Erdgeschoss ist die städtische Schranne für den Getreidehandel eingerichtet, die Räume für die Versammlungen der Räte sind im Obergeschoss.

 

1379

Obwohl der Fürstabt den Prozess gegen die Stadt wegen der Zerstörung seiner Burg gewinnt, verkauft er sie an die Stadt „um des lieben Friedens willen“.

 

1437

Ein Priester stiftet sechs Bücher als Grundstock einer Kirchenbibliothek für die Weiterbildung des Stadtpredigers. Daraus entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte eine wertvolle Büchersammlung, die im 19. Jh. zwischen der Stadt und der Pfarrgemeinde St. Mang aufgeteilt wurde und heute noch existiert.

 

1474

Das Rathaus wird in Stein am alten Standort neu errichtet.

 

1477

Die ersten Papiermühlen im Gebiet der Stadt Kempten entstehen an der Iller.

 

1488

Die Soldaten der Reichsstadt Kempten bewähren sich bei der Befreiung des in Brügge gefangenen jungen Königs Maximilian. Zum Dank verleiht sein Vater Kaiser Friedrich III. der Reichsstadt das Recht, den Reichsadler mit der Kaiserkrone in ihrem Stadtwappen zu führen. Dazu erhält die Stadt die hohe und niedere Gerichtsbarkeit. Bei der Modernisierung der Stadtmauer wird die Burghalde in den Mauerring einbezogen.

 

1494

König Maximilian hält sich in diesem Jahr zwei Monate in Kempten auf, das in dieser Zeit zur Hauptstadt des Reiches wird. Ein päpstlicher Gesandter umgürtet Maximilian in der St. Mang-Kirche mit einem vom Papst in der Christnacht geweihten Schwert. Das bedeutet, dass der Papst Maximilian als „Römischen König“ anerkennt.

 

1510

Die Stadt Kempten, die seit rund 100 Jahren ihr eigenes Kleingeld herstellt, darf fortan auch Goldgulden und Silbertaler prägen.

 

1525

Während des Allgäuer Bauernkriegs plündern die stiftkemptischen Bauern das Kloster und das Marien-Münster. Durch den sogenannten „Großen Kauf“ löst die Stadt Kempten alle Rechte ab, die der Fürstabt innerhalb der Stadt noch hatte. Dadurch ist es dem Rat möglich, 1527 die Reformation in der Stadt einzuführen.

 

1529

Unter den protestierenden Ständen auf dem Reichstag in Speyer ist auch die Reichsstadt Kempten vertreten.

 

1536

Die Reichsstadt Kempten tritt dem „Schmalkaldischen Bund“ bei und stellt sich damit auf die Seite der evangelischen Fürsten und Städte gegen den Kaiser.

 

1543

Kaiser Karl V. erscheint mit einem Gefolge von 900 Personen, meist Soldaten, in der Stadt Kempten, um seine Macht zu demonstrieren und die Stadt einzuschüchtern. Der Versuch, in der Reichsstadt wieder die katholische Konfession durchzusetzen, misslingt.

 

1593

Fürstabt Erhard Blarer von Wartensee richtet im Kloster Kempten unter der Bezeichnung „Typographia Ducalis“ eine Buchdruckerei ein.

 

1608

In der Reichsstadt Kempten errichtet Christoph Kraus von Amberg die erste Buchdruckerei.

 

1609

In dem sich verschärfenden Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten tritt die Reichsstadt Kempten der protestantischen „Union“, das Stift der katholischen „Liga“ bei.

 

1631

Angestiftet durch den Fürstabt, besetzen kaiserliche Truppen die Reichsstadt und erpressen eine ungeheure Kontribution.

 

1632

Die Reichsstadt rächt sich für den Überfall des Vorjahres. Nunmehr besetzen schwedische Truppen das Stift Kempten. Das Kloster und die Kirchen im Stiftsbezirk werden geplündert und zerstört.

 

1633

Auf Drängen des Fürstabts rücken kaiserliche Truppen vor die Reichsstadt und erobern diese nach dreimaligem Sturm. Ein Teil der Stadt brennt nieder. Ein Drittel der Bewohner wird unter furchtbaren Gräueln getötet.

 

1634

Kempten wird von den Schweden zurückerobert. Kurz darauf vertreiben kaiserliche Truppen die Schweden wieder aus Kempten.

 

1635

Die Pest fordert in Kempten und dem gesamten Allgäu zahlreiche Opfer.

 

1646

Kempten wird von Schweden und Franzosen besetzt.

 

1648

Die Generalamnestie des „Westfälischen Friedensschlusses“ verhindert die vom Fürstabt betriebene Einverleibung der Reichsstadt in sein Territorium. Die Reichsstadt Kempten, die 1618 ca. 6.000 Einwohner zählte, hat in diesem Jahr kaum noch 1000 Einwohner.

 

1651

Fürstabt Roman Giel von Gielsberg beginnt mit dem Neubau seiner Residenz. Ein Jahr später wird der Grundstein zum Kirchenneubau anstelle der zerstörten St. Lorenz-Kirche gelegt.

 

1705

Während des „Spanischen Erbfolgekrieges“ wird die Burghalde auf Befehl Prinz Eugens, des „edlen Ritters“, geschleift; sie ist seitdem Ruine.

 

1712 bis 1728

Fürstabt Rupert von Bodman erhält vom Kaiser für die Siedlung am Fürststift Kempten das Stadtrecht. Von 1728 bis 1818 gibt es zwei Städte namens Kempten direkt neben­einander.

 

1775

Im Stift Kempten wird „wegen erwiesener Teufelsbuhlschaft“ der Magd Anna Maria Schwegelin als „Hexe“ der Prozess gemacht. Das Todesurteil wird nicht vollstreckt. Die Angeklagte stirbt 1781 in der Haft.

 

1783

In Kempten erscheint eine Zeitung für das Allgäu, die bereits im Jahr darauf nach 52 Ausgaben ihr Erscheinen einstellt.

 

1796

Kempten wird nach kurzer Belagerung von Einheiten der französischen Revolutionsarmee besetzt.

 

1797

Um die Einquartierungen rascher abwickeln zu können, erhalten die Häuser in der Stadt erstmals Hausnummern.

 

1799

Russen, Tataren, Ural- und Donkosaken werden auf dem Rückmarsch nach Russland in Kempten einquartiert.

 

1800

In und um Kempten lagern französische Truppen.

 

1802

Bayerische Truppen besetzen Stift und Stadt Kempten. Die Stadt wird vorübergehend Sitz eines bayerischen Regierungsbezirkes.

 

1803

Stadt und Stift Kempten fallen durch Reichsdeputationshauptschluss unter Verlust ihrer bisherigen Eigenstaatlichkeit endgültig an Bayern.

 

1818

Reichsstadt und Stiftsstadt, seit 1811 zu einer Verwaltungsgemeinde zusammengelegt, werden zu einer Stadt vereinigt. Die Gemeinden St. Mang und Sankt Lorenz werden gebildet. Kempten erhält 1819 sein heutiges Stadtwappen.

 

1852

Am 1. April um 12.15 Uhr trifft im Kempter Bahnhof der erste Eisenbahnzug ein. Der Bahnhof Kempten ist Teil der Ludwig-Süd-Nord-Bahn. Über den tiefen Einschnitt der Iller führt eine hölzerne Eisenbahnbrücke in Howe-Konstruktion.

 

1857

Kempten erhält als eine der ersten bayerischen Städte Gasbeleuchtung.

 

1863

Erstmals werden in einigen Straßen Kemptens Gehsteige neben der Fahrbahn angelegt.

 

1881

Adolf Horchler wird zum Oberbürgermeister gewählt. In seiner Amtszeit verändert sich das Bild der Stadt durch Abbrüche und zahlreiche Neubauten, unter anderem die Freitreppe.

 

1892

Das erste private Telefon wird in Kempten installiert.

 

1898

Der erste industrielle Dieselmotor der Welt läuft in der Zündholzfabrik Kempten.

 

1901

Das städtische Elektrizitätswerk wird in Betrieb genommen. Neben der Gasbeleuchtung brennen fortan nachts zehn elektrische Bogenlampen.

 

1902

Das erste Automobil wird polizeilich zugelassen.

 

1905

In der Bierhalle des Gasthauses zur „Rose am Rank“ in der Füssener Straße wird das erste „Kinematographentheater“ eingerichtet.

 

1919

Der Ausbau des Ostbahnhofgebietes als Kempter Industriegelände beginnt. Dr. Otto Merkt wird nach Adolf Horchler Oberbürgermeister.

 

1935

Kempten wird zum „Stadtkreis“ erhoben.

 

1942

Trotz Einwänden des Oberbürgermeisters werden 22 Kempter Juden deportiert. Nach der Absetzung Dr. Otto Merkts wird Anton Brändle (NSDAP) Oberbürgermeister.

 

1943

Die beiden Außenlager „Kempten“ und „Kottern-Weidach“ des KZ Dachau werden errichtet. Die Häftlinge leisten Zwangsarbeit in nach Kempten verlagerten Rüstungsfabriken. Tausende weitere Zwangsarbeiter sind in Kempter Fabriken und Betrieben eingesetzt.

 

1944

Am 19. Juli fallen die ersten Bomben auf Kempten.

 

1945

Am 27. April besetzen amerikanische Truppen, von Norden kommend, die Stadt. Während des Einmarsches werden die oberen Illerbrücken von SS-Leuten gesprengt. Bei der unteren Illerbrücke verhindern Kempter Bürger die Sprengung. Kempten hat im Laufe des Jahres vier verschiedene Oberbürgermeister.

 

nach 1945

Der Zuzug von mehr als 10.000 Heimatvertriebenen bringt der Stadt einen sprunghaften Bevölkerungsanstieg.

 

1949

Die Allgäuer Festwoche als Wirtschafts- und Kulturmesse findet zum ersten Mal statt. Sie wird alljährlich im August gefeiert und zählt inzwischen rund 180.000 Besucher.

 

ab 1950

Kempten erlebt einen starken wirtschaftlichen Aufschwung, was in den folgenden Jahrzehnten zur intensivsten Bautätigkeit in ihrer 2000-jährigen Geschichte führt.

 

1958

Die Stadt bekommt Fördergelder aus einem bundesweiten Sanierungsprojekt.

Dadurch beginnen umfassende Sanierungsmaßnahmen, die zu einer grundlegenden Umgestaltung der Kernstadt führen.

 

1961

Das neue Stadtkrankenhaus wird gebaut. Es ist das größte Bauvorhaben Kemptens seit Errichtung der fürstäbtlichen Residenz.

 

1969

Der neue Durchgangsbahnhof wird in Betrieb genommen. Der alte Kopfbahnhof nahe der Altstadt mit Güterbahnhof und Bahnbetriebswerk wird abgebrochen.

 

1970

Die Fischerstraße wird zur ersten ausgebauten Fußgängerzone in Schwaben. Dr. Josef Höß (CSU) wird als Nachfolger von August Fischer (parteilos) zum Oberbürgermeister gewählt.

 

1972

Durch die Gebietsreform werden die Gemeinden St. Mang und Sankt Lorenz in die Stadt eingegliedert. Das bedeutet einen Zuwachs von 12.000 Einwohnern. Das Stadtgebiet vergrößert sich damit von 24 auf 63 Quadratkilometer.

 

1975

Die Müllverbrennungsanlage in Kempten-Ursulasried in Betrieb genommen.

 

1976

Kempten wird Sitz einer Polizeidirektion. Die Stadt wird an das Erdgasnetz angeschlossen. Zwei Autobahnumgehungen um Kempten werden für den Verkehr freigegeben.

 

1977

Der Bayerische Landtag beschließt die Einrichtung der Fachhochschule Kempten. Kempten wird Standort einer Rettungsleitstelle für die Region Allgäu.

 

1978

Die Fachhochschule Kempten nimmt den Betrieb auf.

 

1979

Der Bau des Beruflichen Schulzentrums auf dem Gelände der Gleisanlagen des ehemaligen Bahnhofs beginnt.

 

1980

Der zweite Bauabschnitt des Feuerwehrhofs, ein 5-Millionen-Bauwerk, wird seiner Bestimmung übergeben. Der Bau zur Erweiterung der Müllverbrennungsanlage mit Abwärmekraftwerk beginnt. Kempten wird Standort des Rettungshubschraubers „Christoph 17“.

 

1981

Die Sing- und Musikschule bezieht ihre Räume in der ehemaligen Stiftsmälzerei am Bräuhausberg. Der erste Bauabschnitt des Beruflichen Schulzentrums auf dem Gelände des Alten Bahnhofs, ein 68-Millionen-Projekt, ist fertiggestellt.

 

1982

Auf dem Cambodunum-Gelände beginnen neue archäologische Grabungen zur Vorbereitung des Archäologischen Parks Cambodunum – APC. Im Sanierungsgebiet „Unter der Burghalde“ erfolgt der erste Spatenstich für die Neubebauung.

 

1983

Die Polizeiwache im Rathaus wird aufgelöst. Der wiederhergestellte Festsaal im Ponickau-Haus am Rathausplatz wird der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

1984

Die Bahnlinie Kempten–Isny wird stillgelegt.

 

1985

Im Matthias-Claudius-Haus entsteht eine Psychiatrische Fachklinik des Bezirks. Das Landesmusikfest vereint 130 Kapellen mit 5.300 Musikern. Das Stadtarchiv wird nach fast fünfjährigen Renovierungsarbeiten am Rathausplatz im Neubronner-Hauses und dem benachbarten „Alten Zollamt“ wieder eröffnet.

 

1986

Mit den Sendungen der Kabelgesellschaft Allgäu beginnt das private Radiozeitalter. Nach 16 Monaten Bauzeit wird die neue Kfz-Zulassungsstelle an der Bahnhofstraße ihrer Bestimmung übergeben.

 

1987

Der erste Abschnitt des Archäologischen Parks Cambodunum – APC auf dem Lindenberg wird eröffnet. Das in rund zweijähriger Bauzeit sanierte und renovierte Rathaus wird mit einem Bürgerfest wieder eröffnet.

 

1988

Das neue Gemeindehaus bei der evangelischen Stadtpfarrkirche St. Mang und das neue Pfarrzentrum der katholischen Stadtpfarrei St. Lorenz werden eingeweiht.

 

1989

Der 12 Hektar große Engelhalde-Park im Bereich des ehemaligen Kieswerks wird festlich eröffnet.

 

1990

Das Alpin-Museum im Marstall wird eröffnet. Das neue Kolpinghaus an der Linggstraße wird eingeweiht. Dr. Wolfgang Roßmann (SPD) löst Dr. Josef Höß als Oberbürgermeister ab.

 

1991

In Kempten kann das erste Bildtelefongespräch im Allgäu geführt werden. Die „Alpenländische Galerie“ wird im Marstall als Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums eröffnet.

 

1992

Die neue Tiefgarage am Königsplatz ist eine der modernsten in Deutschland. Die neue Kompostieranlage des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft wird in Betrieb genommen.

 

1993

Der sanierte Rathausplatz wird mit einem Bürgerfest eingeweiht.

 

1994

Der Schwabelsberger Weiher wird als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Das Modellprojekt „Integriertes Wohnen“ in der Brennergasse wird eröffnet.

 

1995

Das neue Verwaltungsgebäude der Stadt Kempten am Rathausplatz wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bahnlinie Kempten–Pfronten wird 100 Jahre alt. Die Zentrale Umsteigestelle (ZUM) auf dem Albert-Wehr-Platz am Lyzeum wird in Betrieb genommen. Als zweiter Abschnitt des Archäologischen Parks Cambodunum – APC wird der Schutzbau über den Kleinen Thermen eröffnet.

 

1996

Das neue Müllheizkraftwerk an der Dieselstraße wird in Betrieb genommen. Mit einem Tag der offenen Tür feiert das Projekt „Villa Viva“ in der Chapuis-Villa an der Füssener Straße seine Einweihung. Dr. Ulrich Netzer (CSU) löst Dr. Wolfgang Roßmann (SPD) als Oberbürgermeister ab.

 

1997

Das neu gestaltete Lyzeum öffnet als Geschäftshaus mit Restaurant seine Pforten. An der Heisinger Straße wird das Gründerzentrum „COMETA ALLGÄU“ gebaut und in Betrieb genommen.

 

1998

Nach fast zweijähriger Sanierung wird das Kornhaus wieder seiner Bestimmung übergeben. Das Haus „Lichtblick“ der Diakonie am St. Mang-Platz wird eröffnet. Im Gewerbegebiet Leubas wird das moderne Allgäuer Medienzentrum eröffnet.

 

1999

Der Neubau der Fachoberschule Kempten ist fertig. Das neu gestaltete Allgäu-Museum im Kornhaus öffnet seine Pforten. Ein Jahrhundert-Hochwasser sucht am 22. Mai das Oberallgäu und insbesondere auch die Stadt Kempten heim.

 

2000

Der Klinik-Erweiterungsbau an der Robert- Weixler-Straße wird eröffnet. Die 5,6 Mio. Euro teure Anbindung des Baugebiets Ludwigshöhe-Nord an den Schumacherring wird dem Verkehr übergeben. Der lokale Fernsehsender TV Allgäu beginnt mit dem täglichen Sendebetrieb.

 

2001

Am August-Fischer-Platz erfolgt der Spatenstich für das Einkaufszentrum „Forum Allgäu“, auf dem Stadtbadgelände am Aybühlweg für das neue Freizeit- und Erlebnisbad „CamboMare“.

 

2002

Die Bahnstrecke Kaufbeuren–Kempten feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Das modernisierte Großkino „Colosseum“ an der König-/Ecke Hirnbeinstraße wird eröffnet.

 

2003

In diesem Jahr werden drei Großprojekte eröffnet: Das Freizeit- und Erlebnisbad „CamboMare“, das Einkaufszentrum „Forum Allgäu“ und die multifunktionale Veranstaltungshalle „BigBox Allgäu“. An der Reinhartser Straße wird die neue Justizvollzugsanstalt, eine der modernsten in Deutschland, eingeweiht.

 

2004

Zwei neue Gewerbegebiete mit insgesamt 16 Hektar werden erschlossen: Stiftsbleiche und Bühl-Ost. In letzterem wird für 21 Millionen Euro ein Neubau für die milchwirtschaftliche Untersuchungs- und Versuchsanstalt (Muva) errichtet.

 

2005

Gerade rechtzeitig fertiggestellt wird die Hochwasserverbauung an der Iller, eine 680 m lange Mauer vom Feuerwehrhof bis zur Nordbrücke. Dadurch kommt die Stadt bei dem Hochwasser im August glimpflich davon. Die Sanierung des 35 Jahre alten Hauptbahn­hofs wird mit einem Bahnhofsfest gefeiert.

 

2006

Mit einem bunten Fest wird der neue Stadtplatz in Kottern eingeweiht. Die Freiwillige Feuerwehr Kempten feiert ihr 150-jähriges Bestehen.

 

2007

Am Medizinischen Versorgungszentrum Kempten (MVZ) gegenüber der Klinik Robert-Weixler-Straße wird das größte Diabetes- und Apheresezentrum Deutschlands eingeweiht. Die neue hochwassersichere Rosenau-Brücke wird ihrer Bestimmung übergeben. Unter dem neuen Namen „Theater in Kempten – T:K“ wird das Stadttheater nach seiner Sanierung und Erweiterung feierlich wieder eröffnet. Mit der neuen hauptamtlichen Betriebsstruktur endet die Arbeit der Theatergemeinde Kempten e.V. nach 58 Jahren. Die Innensanierung der St. Mang-Kirche wird mit einem Festgottesdienst und einer Kirchennacht mit buntem Programm abgeschlossen.

 

2008

Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür feiert die Hochschule Kempten ihr 30-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Polizeireform werden die Polizeidirektionen Kempten und Krumbach zusammengelegt zum Polizeipräsidium Schwaben-Süd/West mit Sitz in Kempten.

 

2009

Als erste Kommune in Schwaben nimmt Kempten am so genannten Carsharing teil, um die Kosten für Dienstfahrzeuge zu senken und die Umwelt zu schonen. Das neue Kompostwerk des Abfallzweckverbandes, eine 5,8-Millionen-Euro-Investition für modernste Technik, wird in Betrieb genommen.

 

2010

Tausende Gäste feiern die Einweihung des neu gestalteten St. Mang-Platzes und die Eröffnung des unterirdischen Schauraumes Erasmus-Kapelle. Kempten bietet als erste Allgäuer Stadt einen Audio-Guide als Stadtführung an. Das Staatliche Bauamt bezieht seine neuen Räume auf dem Areal der ehemaligen Prinz-Franz-Kaserne an der Rottach­straße. In einer Gedenkstunde im Rathaus erinnert die Initiative „Stolpersteine“ an 21 Opfer des NS-Regimes in Kempten. Anschließend werden die ersten „Stolpersteine“ mit Namen und Lebensdaten der Opfer verlegt.

 

2011

Nach seiner Sanierung produziert das über 100 Jahre alte Wasserkraftwerk an der Füssener Straße wieder Strom. Die Süddeutsche Butter- und Käsebörse feiert ihr 90-jähriges Bestehen. Zum ersten Mal findet die „KunstNachtKempten“ statt. Die Suttschule wird nach Abschluss der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen eingeweiht. Die Maria-Ward-Schule feiert ihr 150-jähriges Bestehen.

 

2012

Die König-Ludwig-Brücke erhält als weltweit älteste Eisenbahnbrücke aus Holz die Auszeichnung „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurskunst in Deutschland“. Der Kunstverein „artig“ eröffnet seine Galerie „kunstreich“ in der denkgeschützten „Alten Münze“ in der Schützenstraße. Der Chorverband Bayerisch-Schwaben feiert sein 150-jähriges Bestehen in Kempten. Das Allgäuer Überlandwerk – AÜW wird als „Innovativstes Stadtwerk“ ausgezeichnet.

 

2013

Die Stadtbibliothek ist seit 50 Jahren in der Orangerie im Hofgarten. Beim Spatenstich zum Umbau des Hildegard-Platzes wird eine Zeitkapsel mit Dokumenten eingegraben. Das „Künstlerhaus“ in der Beethovenstraße wird nach der Sanierung mit einer großen Sonderausstellung wieder eröffnet.

 

2014

Als Oberbürgermeister löst Thomas Kiechle (CSU) Dr. Ulrich Netzer (CSU) ab, der 18 Jahre im Amt war. Der neugestaltete Hildegard-Platz wird mit einem Bürgerfest eingeweiht. Das Kemptener Traditionsunternehmen Ott Hydromet GmbH feiert sein 140-jähriges Bestehen.

 

2015

Das Bezirkskrankenhaus wird in einem Neubau am Klinikum Kempten wiedereröffnet. Die „Nordspange“ (Thomas-Dachser-Straße und Riederaubrücke über die Iller) wird dem Verkehr übergeben. Kempten erhält den 1. Preis in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Städte mittlerer Größe“. Die über 200-jährige Militärtradition Kemptens endet nach der Aufgabe des Bundeswehrstandorts mit einem feierlichen Auflösungsappell auf dem Hildegard-Platz.

 

2016

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft „die sozialbau“ feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Das Allgäuer Überlandwerk – AÜW nimmt sein neues Restwasserkraftwerk an der Illerbrücke in Betrieb. An der Hochschule Kempten studieren über 6.200 Studentinnen und Studenten.

 

2017

Die König-Ludwig-Brücke, die weltweit älteste Eisenbahnbrücke aus Holz, wird aufwendig saniert.  Die Sanierung des Zumsteinhauses als Sitz des neuen Stadtmuseums beginnt.

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