Verleihung 2025
Bei einer Feier im wiedereröffneten Kornhaus am 15. Juli 2025 haben die 362 Empfängerinnen und Empfänger der Ehrenamtskarte der Stadt Kempten, angeboten in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oberallgäu, dem Kleinwalsertal und Gemeinden des Westallgäus, ihre Karte erhalten. Oberbürgermeister Thomas Kiechle dankte den ehrenamtlich Tätigen in seiner Rede für ihr großes Engagement.
Rede vom 15. Juli 2025 um 19 Uhr im Kornhaus Kempten
Verehrte ehrenamtlich Engagierte,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
heute ist ein besonderer Abend. Ein Abend, der ganz Ihnen gewidmet ist – den Menschen, die das Rückgrat unserer Stadtgesellschaft bilden. Ich begrüße Sie herzlich und freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam Ihre Leistung feiern dürfen.
Ich freue mich ganz besonders, Sie heute hier in diesem schönen Saal begrüßen zu dürfen. Im erst kürzlich eröffneten und frisch sanierten Kornhaus. Viele Jahre wurden hier die Ehrenamtskarten verliehen, dann sind wir während der Renovierung und Sanierung auf unser ebenfalls sehr schönes Stadttheater ausgewichen. Und heute genießen wir alle das Kornhaus in seinem neuen Glanz.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie alle sind heute hier, weil Sie etwas ganz Besonderes tun:
Sie schenken Zeit, Energie, Ideen – für andere, für unsere Stadt, für unsere Gemeinschaft. Sie arbeiten in Vereinen, Initiativen, sozialen Einrichtungen, im Sport, im kulturellen Bereich, in der kirchlichen Arbeit, bei den Rettungsdiensten, oder im Katastrophen- oder Umweltschutz. Sie helfen, organisieren, begleiten, hören zu, motivieren – und Sie tun das alles freiwillig, mit großem Einsatz und aus Überzeugung.
Das Ehrenamt ist für unsere Stadt nicht nur wichtig – es ist unverzichtbar.
Und es ist erfreulich zu sehen: In Kempten ist das Ehrenamt lebendig wie eh und je. Sie alle beweisen, dass Zusammenhalt, Gemeinsinn und Solidarität bei uns keine leeren Worte sind. Ihr Engagement ist ein Fundament für das, was wir als gutes Zusammenleben bezeichnen.
Deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen – und eine Herzensangelegenheit – Ihnen heute ein großes, aufrichtiges Danke zu sagen.
Danke, dass Sie sich einbringen.
Danke, dass Sie mitgestalten.
Danke, dass Sie da sind.
Im Namen meiner beiden Kollegen im Bürgermeister-Amt, dem zweiten Bürgermeister Klaus Knoll und der dritten Bürgermeisterin Erna-Kathrein Groll sowie im Namen der Stadtverwaltung, der Politik und der Stadträte, von denen viele heute anwesend sind, kann ich sagen: Natürlich wissen wir: Engagement ist nicht immer einfach. Es kostet Zeit, manchmal auch Nerven. Es verlangt Geduld, Ausdauer – und oft auch die Unterstützung durch Familie oder Freunde. Umso mehr verdient Ihr Einsatz unsere Anerkennung und Wertschätzung.
Wir wissen auch: Viele Veränderungen machen das Ehrenamt nicht leichter. Prozesse werden digitaler, Strukturen komplexer – nicht immer läuft alles rund. Aber gerade deshalb ist es uns wichtig, Ihre Arbeit zu sehen, zu würdigen und auch ganz konkret zu unterstützen.
Mit der Ehrenamtskarte, die die Stadt Kempten zusammen mit dem Landkreis Oberallgäu, dem Kleinwalsertal und neu hinzugekommenen Kommunen aus dem Westallgäu heute vergibt, möchten wir genau das tun:
Ein kleines Zeichen des Dankes setzen – mit echten Vorteilen. Die Karte ermöglicht Vergünstigungen in vielen Bereichen für die kommenden zwei Jahre: bei Bergbahnen, Bädern, Skiliften, Museen, beim Parken – Angebote, die Ihnen Erholung, schöne Erlebnisse und Zeit mit Ihren Lieben ermöglichen sollen.
In diesem Jahr freue ich mich, dass wir 362 Ehrenamtskarten vergeben können. Das sind 62 mehr als in den vergangenen Jahren und ergibt sich aus einem neuen Verteilschlüssel, weil Kommunen aus dem Westallgäu hinzugekommen sind. Und das ist auch der Grund, warum wir heute ohne Begleitung eingeladen haben. Dafür bitte ich um Verständnis. Es wären schlicht zu viele Menschen für diesen Saal gewesen.
Und noch eine Veränderung gibt es: die digitale Umstellung der Ehrenamtskarte – oder vielmehr der Allgäu Walser Karte, an die die Ehrenamtskarte gekoppelt ist. Diese Umstellung ist auch der Grund dafür, warum mit der Verleihung der Ehrenamtskarten im letzten Jahr pausiert wurde.
Die Allgäu Walser Card heißt jetzt Daheimpass und wird auf die digitale Nutzung – künftig auch mittels App - umgestellt. Und wie das manchmal so ist mit der lieben Technik: Die Umstellung der Endgeräte auf digitale Nutzung ist erfolgt, aber an der App wird noch gearbeitet. Und so bekommt heute jede und jeder von Ihnen noch eine Karte. Aber unter dem Strich ist der Wandel zum digitalen System und auch zu einer App eine feine Sache: Das wird den Zugang zu den Leistungen der Karte künftig einfacher und moderner machen.
Mir ist dabei bewusst: Eine Karte allein kann Ihren Einsatz nicht aufwiegen. Sie ersetzt nicht das persönliche Lob, nicht das aufrichtige Gespräch, nicht das tägliche Miteinander im Ehrenamt. Aber sie kann ein zusätzliches Zeichen sein: Wir sehen Sie. Wir schätzen, was Sie tun.
Mein Dank gilt auch den Menschen, die oft im Hintergrund mitwirken: Ihren Familien, Partnerinnen und Partnern, Kindern, die Rückhalt geben, mithelfen oder oft auf gemeinsame Zeit verzichten.
Ohne die Hilfe von Sponsoren wäre eine Würdigung wie die Ehrenamtskarte nicht möglich. Daher ein großes Dankeschön und ein Applaus für die Sponsoren aus Kempten, die Leistungen in unserer Stadt anbieten – Die Sozialbau, das KKU und das DAV Kletterzentrum swoboda alpin.
Danke sage ich heute auch allen, die in der Stadtverwaltung die Ansprechpartner für das Ehrenamt sind, vor allem Frau Elvira Schmid vom Koordinationszentrum für bürgerschaftliches Engagement.
Zum Abschluss möchte ich mich noch bei allen bedanken, die diesen Abend möglich gemacht haben: Bei den Musikern Johannes Guggenmos und Dirk Horeth, bei der Tanzgruppe J&J Dance unter Leitung von Jeanine Bravo, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus meinem Büro, die den Abend vorbereitet haben, bei den Kolleginnen des Altstadthauses, die Ihnen die Ehrenamtskarte später im Foyer aushändigen und natürlich bei allen, die hinter den Kulissen arbeiten.
Lassen Sie uns diesen Abend jetzt gemeinsam genießen – mit Musik, mit Tanzvorführungen, mit guten Gesprächen. Und lassen Sie uns auch in Zukunft gemeinsam daran arbeiten, dass das Ehrenamt in Kempten lebendig, stark und sichtbar bleibt.
Sie sind der Beweis dafür, dass wir gemeinsam mehr erreichen können.
Sie sind das Herz unserer Stadt.
Vielen herzlichen Dank!