Stadt Kempten Kempten erleben Kultur & Unterhaltung Ausstellungen 72. Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche 2023 Thomas-Dachser-Gedenkpreis 2023

Thomas-Dachser-Gedenkpreis

Für ihr zweiteiliges Gemälde Morgenstille“ zeichnet die Jury die Künstlerin Agathe Haslach mit dem Thomas-Dachser-Gedenkpreis 2023 aus.

Begründung der Jury
 

Agathe Haslach arbeitet seit Jahren auf hohem Niveau und reicht auch viel bei Kunstausstellungen ein. Nach ihrer Ausbildung als Holzbildhauerin schloss sie ihre Malerei-Ausbildung an der privaten Malschule von Friedrich Hechelmann mit Diplom ab. Etwas von seinem phantastischen Realismus und seiner Gedankenwelt stecken auch in dem preisgekrönten Werk. Die Künstlerin ist keine Senkrechtstarterin, sondern jemand, der sich lange auf hohem Niveau weiterentwickelt hat. Dabei geht sie immer neue und überraschende Wege.

Das zweiteilige Gemälde „Morgenstille“ ist klassische Malerei, aber formal wunderbar umgesetzt. Das Gemälde hat etwas Altmeisterliches, da man nicht mehr erkennt, wie es gemacht wurde. Die Künstlerin „zaubert“ mit dem Pinsel und den Farben. Die Technik verschwindet vollkommen hinter dem Sujet. Die Idee, den Schatten und die Lichtführung vom oberen ins untere Bild weiterzuführen, zieht die Betrachtenden in das Bild hinein.

Es ist einerseits eine stimmungsvolle, atmosphärische Interieurdarstellung, aber auch eine Auseinandersetzung mit dem Malerischen selbst. Die sehr gute Malerei hat durch die starke Lichtführung eine unglaubliche Fernwirkung, die sich im unteren Gemälde fortsetzt. Es ist aber auch aus der Nähe betrachtet spannend, weil Strukturen sichtbar werden, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Die zwei Gemälde hängen übereinander und werden als ein Bild gelesen. Die Fortsetzung nach unten ist auch von der Komposition her schlüssig und raffiniert gelöst. Durch die Teilung der zwei Bilder wird erst klar, dass das Licht das zentrale Element ist. Aufgrund des eher kleinen Formats wirken die Bilder sehr konzentriert.

Das obere Bild erinnert an eine Bauernstube oder verrauchte Gaststube aus der „guten alten Zeit“. Im unteren Bild löst sich die Szenerie in Licht und Schatten auf. Für die Jury ist es wunderschön, wie die Künstlerin die Schatten aus dem Licht herausentwickelt.

 

Agathe Haslach über ihre Arbeit:
 

Es ist für mich immer ein besonderer Augenblick, wenn die Morgensonne durchs Fenster kommt, und ihre langen Bahnen zieht.
Der Moment in dem alles noch so friedlich, ruhig und still ist. Zeit zum Innehalten, um die Gedanken zu sortieren, sich erneut zu fragen, was der heutige Tag so bringt. Im Außen hat der Tag ja schon Einzug gehalten. Die Vögel mit ihrem Gesang, ein Garant für den Tagesbeginn, sind schon längst unterwegs.
Mit meinem Bild wollte ich einen dieser Momente festhalten. Das Licht, das das Außen sowie nach und nach das Innen erhellt.
Zeige ich einen Wohnraum aus scheinbar längst vergangener Zeit?  Nein, diese Räume gibt es noch. Sie haben für mich eine besondere Ausstrahlung und die Beschränkung auf das Wesentliche fasziniert mich.

 

Die Künstlerin Agathe Haslach vor ihrem Werk "Morgenstille"

Foto: Matthias Sienz

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