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Planung zur Umgestaltung des Stadtparks

Gestaltungsidee:

Neben der Funktion als vor allem fußläufiger Verkehrsknoten in der Stadt bildet die Regeneration im Grünen den zentralen Aspekt des Stadtparkes. Charakteristische Pflanzenwelten des Allgäus werden in eindrücklichen Landschaftspartien zitiert und gliedern den Park in Teilbereiche. Die Verkehrsströme der Passanten geben den Landschaftspartien eine sinnliche Form und ermöglichen ein flüssiges Passieren. Ein einheitliches Gestaltungskonzept und eine feine Abstufung der Oberflächen markieren die städtische Plattform. In sich abgegrenzte Grüninseln unterschiedlicher Ausformung stellen das charakteristische Gestaltungselement der Parkanlage dar. Dabei bildet die große Liegewiese den Mittelpunkt des Parks und bietet Raum für temporäre Kleinveranstaltungen.

 

Oberflächenmaterialien:

Die Wege- und Platzflächen des Stadtparkes gliedern sich in Natursteinpflasterflächen und wassergebundene Wegedecken. Die Natursteinpflasterflächen sind durchgehend im Passe-Verband vorgesehen, die Steine sind oberseits gesägt, die Kanten gespalten. So wird eine bequeme und barrierefreie Passierbarkeit gewährleistet und die sichere Durchquerung der Nutzer gefördert.

In den Bereichen zwischen Grünflächen und Pflaster befinden sich Flächen mit einer wassergebundenen Wegedecke mit wechselnden Breiten, in denen sich häufig Bestandsbäume befinden. Dieser Belag ist einerseits gut zu begehen und garantiert anderseits die gute Integration alter Bäume und die Versorgung der Wurzeln mit Luft und Wasser. Die körnige Textur der wassergebundenen Wegedecke sowie die verschieden farbigen Granitsteine der Pflasterflächen vermitteln den Parkcharakter.

Die Abgrenzung zwischen den Pflasterflächen und dem wassergebundenen Belag bzw. Grünflächen erfolgt durch ein ebenerdig eingebautes Stahlband sowie durch die geplanten Sitzmauern. Die deutliche Abgrenzung der unterschiedlichen Oberflächenbefestigungen erleichtert darüber hinaus den Wegeunterhalt.

 

Sitz- und Aufenthaltsbereiche:

Einfassungsmauern der Grünflächen laden mit Holzauflage versehen zum bequemen Sitzen ein. Ergänzt werden die Sitzmöglichkeiten um Baumbänke die Einzelbäume und Baumgruppen umschließen. Somit werden die Wurzelbereiche der Bäume geschützt und mit einem angenehmen Sitzen unter Bäumen kombiniert. Durch die Anordnung der Baumbänke in der Nähe von Bushaltestellen sind hier Parkaufenthalt und Buswartebereich zusammen gefasst. Eine Überdachung dieser Bänke an Standorten mit Krähennestern ist zudem vorgesehen.

Im Bereich des Pavillons wird die Liegewiese darüber hinaus durch einzelne Liegebänke ausgestattet.

 

Überdachungen:

Um der Saatkrähenproblematik Rechnung zu tragen wurde das Thema Überdachung eingehend untersucht. An insgesamt 6 Bereichen innerhalb der Parkanlage sollen Überdachungen verortet werden, um Schutz vor den Saatkrähen sowie einen angenehmen Wartebereich für Fahrgäste des ÖPNV zu gewährleisten.

Eine erste Gestaltungsidee zeigt dabei ein System aus gebogenen Stahlelementen mit eingespannten teiltransparenten Textilien. Dabei soll eine Teflonbeschichtung den Selbstreinigungseffekt der eingespannten Textilien steigern.

 

Spielelemente:

Ein einzigartiges Spiel- und Klettergerät im Nordwesten des Stadtparkes wird stadtweit für Aufmerksamkeit und Anziehung für kleine Kemptner Bürger sorgen. Die Spielskulptur besteht aus gebogenen Stahlelementen und zwischengespannten Kletternetzen sowie verschiedenartigen Aufgängen. Ein barrierefreier Zugang und Rundweg ermöglicht zum Einen Inklusion sowie freies Spiel mit Roller oder Bobbycar. Ebenfalls integriert ist eine Nestschaukel. Der Fallschutz wird weitgehend durch Rieselflächen gewährleistet, im Bereich der Rundbahn wird ein Kunststoffbelag integriert.

 

Wasserspiel:

Im Nordosten des Stadtparkes lädt ein Wasserspiel zum Verweilen ein und stärkt dadurch die Aufenthaltsqualität an der Kreuzung Königstraße / Horchlerstraße / Friedensplatz.

Installiert werden Bodendüsen, die abwechselnd einen Wasserstrahl erzeugen, der entsprechend optisch und akustisch zur Geltung kommt. Im Sommer bildet so das nordöstliche Eck des Stadtparkes einen ansprechenden Auftakt aus der Innenstadt heraus und sorgt darüber hinaus für ein angenehmes erfrischendes Kleinklima.

 

Beleuchtungskonzept:

Das Beleuchtungskonzept des neuen Stadtparkes besteht im Wesentlichen aus 2 Teilen, einem hellen ausgeleuchteten Rahmen und einer atmosphärischen Beleuchtung im Parkinneren selbst.

Die angrenzenden Gehwege, Boulevard und Wegebereiche sind verkehrssicher ausgeleuchtet, wobei die Straßenbeleuchtung an Königstraße und Bodmanstraße bestehen bleibt. Erneuert und intensiviert wird die Beleuchtung im Bereich Horchlerstraße und ehem. Straße „Am Stadtpark“. Zudem wird die Fassade des Finanzamtes in Teilbereichen durch Bodenstrahler akzentuiert. Im Parkinneren sorgen einzelne Beleuchtungsmasten für die Ausleuchtung besonderer Elemente wie Beispielweise Baumgruppen, Pavillon, Wegekreuzungen etc. Zudem werden die Wartebereiche an den Bushaltestellen zusätzlich beleuchtet.

 

Grünkonzept:

Der beeindruckende und in Kempten einzigartige Gehölzbestand bildet die Basis der Gestaltung. Behutsames Auslichten von Sträuchern eröffnet Blickbeziehungen und vermittelt Sicherheit. Entnahme einzelner kleinerer Bäume ohne Nestkolonien stellen Lichtungen frei und geben Licht, Wasser, Nährstoffe und Raum zur Verfügung für die Entwicklung der beeindruckenden Großbäume im Stadtpark. Die Kastanienallee an der Horchlerstraße kann vollständig erhalten bleiben.

Für den Schutz des Baumbestandes ist des Weiteren die Oberflächengliederung und die Materialität der Oberflächen optimiert sowie die Parkmöblierung so angepasst, dass Wurzelbereiche geschützt werden.

Die Grüngestaltung wird ergänzt durch flächige Bepflanzungen aus Bodendeckern und krautigen Stauden mit waldartigem Charakter. Jede Grüninsel spiegelt dabei ein eigenes Thema wieder. Die Liegewiese im Herzen des Parks wird durch Frühjahrsblüher in Szene gesetzt, während andere Bereiche mit Blattschmuckstauden ausgestaltet werden. Im Bereich des Wasserspieles soll eine magere Blütenwiese einen sommerlichen Höhepunkt setzen. Im Bereich der Spielskulptur ist ein trittfester Landschaftsarsen mit Kräuteranteil geplant.

 

Konzept Allgäuer Festwoche:

Die Neuplanung des Stadtparkes bietet eine Chance für eine konfliktärmere Organisation der Festwoche und den besseren Schutz der Vegetation und Möblierung im Stadtpark. Oberflächen, Möbel, Einbauten, Baumpflanzungen und -entnahmen sind so geplant, dass einer Umsetzung der Allgäuer Festwoche „nichts im Weg steht“. Festwochennutzer mit großen Zeltbauten wie Gastronomie und Bühne sind zukünftig stärker zu den Parkrändern hin platziert, wodurch Auf- und Abbau sowie Anlieferung vereinfacht und die intensive Inanspruchnahme des Stadtparkes reduziert werden. Das Parkinnere wird verstärkt für kulturelle Veranstaltungen mit Freilichtbühne und kleineren Ständen genutzt. Dabei steht der Kulturgenuss im Freien und das atmosphärische Flanieren entlang von Ständen im Stadtpark im Vordergrund. Mit einer fachgerechten

Überarbeitung der Rasenflächen, insbesondere im Vorfeld der Bühne soll die Drainage von Regenereignissen verbessert werden.

Weiterhin besteht die Notwendigkeit das Ver- und Entsorgungssystem der Allgäuer Festwoche entsprechend der neuen Planung anzupassen. In diesem Zusammenhang findet eine komplette Erneuerung statt, wobei eine zentrale Anschlussstelle im Bereich der bestehenden Trafostation im nordwestlichen Abschnitt ergänzt wird. Von dieser zentralen Versorgungsstation werden unterirdische Leitungen zu den einzelnen Entnahmestellen hergestellt. Die verschiedenen Anschlussstationen werden in geplanten Elementen wie z.B. Sitzmauern oder Beleuchtungsmasten integriert.

 

Kosten:

DieGesamtkosten betragen ca. 5.650.000 € brutto.

Zusätzlich sind für die Erneuerung des Ver- und Entsorgungssystems der Allgäuer Festwoche ca. 300.000 € veranschlagt.

Das Projekt wird aus dem Programm Bund-Länder-„Stadtgrün“ mit 2.160.000 € gefördert.

 

Terminplan:

Die Durchführung der jährlichen Festwochenveranstaltung ist auf den Zeitraum Mitte Juli bis Ende August fixiert und definiert. Dies sind somit Rahmenbedingungen in Bezug auf die Bauausführung.

Im Hinblick auf die geplante Bauausführung ab Oktober 2018 bis Ende 2019 ergibt sich folgende grobe Terminschiene für die einzelnen Planungsleistungen:

 

Bauphase 1: Oktober 2018 bis Februar 2019
                   Tiefbauarbeiten mit Leitungsverlegungen

 

Bauphase 2: März 2019 -bis Juni 2019
                   Einfassungen und Oberflächen

 

Allgäuer Festwoche von Juli 2019 bis August 2019
In dieser Zeit keine Bautätigkeit

 

Bauphase 3: September 2019 bis November 2019
                   Ausstattungen und Landschaftsbau

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