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Hier finden Sie das Programmheft der "Frauen Aktionstage 2021" als PDF zum Ausdrucken oder Weiterleiten per EMail:

 

Programm "Frauen Aktionstage 2022"

 

Hier finden Sie die 1. Seite des Programmhefts mit der Übersicht der Veranstaltungen zum Ausdruck als Plakat

 

Plakat "Frauen Aktionstage 2022"

Wissenswertes:

Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir uns entschlossen, alle Programmpunkte online stattfinden zu lassen.

Die Veranstaltungen sind alle kostenlos.

Bei den meisten Veranstaltungen ist keine Anmeldung erforderlich. 

Hinweis:

Bedauerlicherweise mussten wir aufgrund der der aktuellen Corona-Lage die Ausstellung "FEMIZID" und den Vortrag von Dr. Monika Schröttle (beides in Kooperation mit dem Frauenhaus Kempten und dem Theater in Kempten TiK) in den Herbst verschieben. Geplant ist die Ausstellung nun für Oktober - November 2022. Wir informieren Sie gerne, sobald wir weitere Planungssicherheit haben.

 

Equal Pay Day:

Ursprünglich war die Veranstaltungsreihe "Frauen Aktionstage" geplant vom Internationalen Frauentag bis zum Equal Pay Day.

Der Equal Pay Day (EPD) markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell in Deutschland 18 Prozent beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 66 Tage (18 Prozent von 365 Tagen), die Frauen zum Jahresanfang unentgeltlich arbeiten müssen.

Der Equal Pay Day findet - in kleinen Schritten - jedes Jahr ein bisschen früher statt, da sich die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen langsam schließt.

So liegt der Equal Pay Day mittlerweile VOR dem Internationalen Frauentag am 8. März, nämlich am 7. März 2022. Ob das ein Grund zur Freude ist, sei dahingestellt, denn wenn die Entwicklung weiterhin in so kleinen Schritten erfolgt, wird es noch lange dauern, bis Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen erreicht ist.

Da der Tag nun vor den "Frauen Aktionstagen" liegt, haben wir uns entschieden, keine eigene Veranstaltung dazu zu machen. Uns ist jedoch bewusst, dass gerade in der Corona-Pandemie das Thema von besonderer Brisanz ist:

Denn der Lohnunterschied wird u.a. dadurch verursacht, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiteten, um Familienaufgaben (sog. Care-Tätigkeiten) zu übernehmen. Gerade in der Pandemiezeit sind Frauen noch häufiger beruflich zurückgetreten bzw. mussten dies, um die wegbrechenden Unterstützungssysteme für die Familien wie Kindergarten, Schule, Pflegedienste zu kompensieren. Auch aus besser bezahlten Leitungs- und Entscheidungspositionen haben sie sich darum zurückgezogen. Die Rückkehr zu vollzeitnaher Arbeit und/oder Leitungsaufgaben wird für viele Frauen schwierig werden - und für manche auch nicht mehr wünschenswert sein wegen der erlebten Doppelbelastung. Familienbedingte Unterbrechungen im Arbeitsleben haben jedoch häufig darauf folgende Einstiegshemmnisse und nachwirkende Einbußen bei Lohnentwicklungen zur Folge, was sich bis in die Rentenphase niederschlägt. 

Zudem sind Frauen häufiger aufgrund geschlechterstereotyper Arbeitsbewertungen in typischen "Frauenberufen", welche deutlich unterbewertet und meist schlechter bezahlt sind. Dass eine Aufwertung der sozialen und pflegerischen Berufe dringend erforderlich ist, ebenso wie eine den Anforderungen gemäße Bezahlung, haben die Auswirkungen der Pandemie deutlich gemacht. 

Weitere Infos zum Equal Pay Day

Auch ohne eigene Veranstaltung zieht sich die Thematik im Programm der "Frauen Aktionstage" wie ein roter Faden:

  • Helma Sick, die bekannte Finanzexpertin und Autorin ("Ein Mann ist keine Altersvorsorge") informiert am 8. März zum Internationalen Frauentag mit einem humoristischen Vortrag über die Weltgeschichte von Frau & Macht - bzw. wie sie von dieser ferngehalten wurde und wird. 
  • Die Politikerin Barbara Lochbihler spricht am 9. März darüber, wie die Covid-19-Pandemie in Deutschland und weltweit die Situation für Frauen verschärft hat - auch finanziell.
  • Am 10. März ermutigen die Allgäuer Unternehmerinnen Frauen im Business.
  • Gehaltsverhandlungen sind das Thema des online-Workshops der Hochschule am 12. März.
  • Und am 14. März zeigt die Autorin Brigitte Abrell interessierten Arbeitnehmer*innen aber auch Personalverantwortlichen und Arbeitgeber*innen, wie Führen auch in Teilzeit und Tandem gelingen kann - und damit auch unbedingt Menschen mit Familienaufgaben (egal ob Müttern oder Vätern oder pflegenden Angehörigen) offen stehen muss, denn davon profitieren auch die Arbeitgeber*innen.
  • Dass Care-Aufgaben von beiden - Vätern und Müttern - wahrgenommen werden müssen, um Lohngleichheit zu ermöglichen ist unbestritten. Abends am 14. März berichten drei Allgäuer Paare, wie sie sich Familienaufgaben und Beruf fair teilen - und wo sie bei allen Herausforderungen in diesem Modell ihren Gewinn sehen. 
  • "Himbeeren bis zum Schluss" ist das Ziel des Vortrags am 15. März, der Frauen inspirieren und motivieren will, auf den Weg in die finanzielle Freiheit zu starten
  • und dass "der Unternehmer" durchaus auch "die Unternehmerin" sein kann und Frauen hier händeringend als Nachfolgerinnen gesucht werden - darüber diskutieren Expert*innen von IHK, Hochschule und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) mit "she suceeds" am 17. März

Finanzielle Unabhängigkeit ist der Schlüssel zu Gleichberechtigung und Gleichstellung. Darum werden wir das Thema weiterhin präsent halten. 

Und - sobald es die Pandemie wieder zulässt - auch früher im Jahr mit Veranstaltungen und Aktionen auf den Equal Pay Day hinweisen!

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