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Smart City Kempten

Mit dem Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ unterstützt die Bundesregierung Kommunen dabei, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten, nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung zu gestalten. Die Gewinner der dritten Förderrunde wurden im Juli 2021 bekanntgegeben. Sie stehen unter dem Motto „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“. Die Stadt Kempten wurde als eine von 3 Städten im Bundesland Bayern ausgewählt.

Der historischen Allgäu-Metropole Kempten kommt als Oberzentrum eine zentrale Versorgerrolle zu und ist Zentrum für Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Dabei verbindet Kempten Herzlichkeit, Tradition und Moderne. Aber: Die Herausforderungen des innerstädtischen Strukturwandels, des Klimawandels, der Corona-Pandemie und die hohe Belastung durch den motorisierten Individualverkehr schränken die kommunale Handlungsfähigkeit im Sinne einer Daseinsvorsorge ein.

 

Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Kempten die Aufgabe gestellt, die Möglichkeiten der Digitalisierung besser zu nutzen und die Transformation hin zu einer digital nachhaltigen Stadt einzuleiten. Dabei stehen immer die Menschen im Vordergrund: die Bürgerinnen und Bürger werden eingeladen, die Smart City Kempten mitzudenken und mitzugestalten.

 

Kempten hat in Sachen Smart City schon Vieles geleistet. Umsetzungsbeispiele sind das 3D-Stadtmodell, das die Planung und Visualisierung von Vorhaben und Analysen erleichtert sowie die Erprobung einer autonom fahrenden Kehrmaschine. Die Auswahl als Modellprojekt im Rahmen des Bundesprogramms und die damit verbundenen finanziellen Mittel bieten ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten.

 

Das Förderprogramm umfasst ein Finanzierungsvolumen von insgesamt 17,5 Mio EUR, der Fördersatz beträgt 65 %. Der Bewerbung war im Juli 2020 ein Beschluss des Stadtrates vorausgegangen. Das Modellprojekt ist auf fünf Jahre angelegt und sieht eine Strategieentwicklung (1 Jahr) und Umsetzung (4 Jahre) von konkreten Maßnahmen und Projekten vor. Passend zum Kemptener Motto der Bewerbung „Gemeinsam neue Räume schaffen“ arbeitet die Stadt bereits seit der Bewerbungsphase eng mit einem starken Smart City Ökosystem aus regionalen Partnern, Akteuren und Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft zusammen.

 

Ausgehend von den Alleinstellungsmerkmalen und stadtentwicklungspolitischen Zielen sollen zahlreiche Maßnahmen die digitale Daseinsvorsorge ausbauen und die kommunale Handlungsfähigkeit gewährleisten. Dafür hat sich die Stadt Kempten vier Zukunftsaufgaben gestellt:

 

  1. Kempten für die Region: Überregionale Vernetzung und Aufbau von Strukturen und Prozessen für den Datenaustausch
  2. Aktive & soziale Bürgerstadt mit Tradition: Beteiligung, digitale Medienbildung und Daseinsvorsorge
  3. Nachhaltige Allgäu-Metropole: Umwelt- und Klimaschutz
  4. Florierendes und lebenswertes Stadtzentrum: von Konsum zur lebendigen und resilienten Begegnungsstadt

 

Jede Zukunftsaufgabe wird durch konkrete Maßnahmen unterstützt:

 

Zukunftsaufgabe 1: Im Digital Cooperation Lab (DCL) findet die Vernetzung von Stadtkonzern, Bürgern und Partnern sowie die Entwicklung von Strategien zu Datensouveränität und –ethik statt. Flächendeckendes LoRaWan ergänzt die Basisinfrastruktur des Digitalen Zwillings und ermöglicht die Anbindung von Sensorik im Stadtraum.

 

Zukunftsaufgabe 2: Das Digital-Makerspace.Mobil (DMM) bietet jungen Menschen den Einstieg in innovative Technologien. Das DMM trägt zur Medienbildung bei und ist lokale Begegnungsstätte in Kempten und in der Region.

 

Zukunftsaufgabe 3: Durch Urban Farming werden Freiflächen für eine gemeinschaftliche Nutzung und das Entwickeln, Testen und Erleben smarter Lösungen wiederbelebt. Das Klimaschulkonzept als Blaupause wird in der Region um Kempten ausgeweitet. Eine digitale Warnung bei Starkregen wird eingeführt.

 

Zukunftsaufgabe 4: Eine „Digitale & resiliente Innenstadt“ tritt dem Strukturwandel entgegen. Frequenzmessungen evaluieren Marketing-Maßnahmen. Pandemiebedingte Leerstände werden mit einem digitalen Leerstandsmanagement für Pop-Up-Stores genutzt.

 

Die Maßnahmen schaffen gleichzeitig digitale und analoge Räume, um Tradition und Innovation zu vereinen. Im Mittelpunkt steht die Vernetzung des Smart City-Ökosystems durch einen sektorenübergreifenden Digitalen Zwilling. 3D-Visualisierung, kombiniert mit Sensorik, soll Anwendungsszenarien der Verkehrssimulation, smarten Energieversorgung und smart Urban Planning entwickelt werden.

 

Zur zentralen Steuerung des Gesamtprozesses und der Entwicklung einer Smart City Strategie wird eine Stabsstelle Smart City eingerichtet, die direkt dem Oberbürgermeister unterstellt ist und aktiv den digitalen Wandel in Kempten und der Region gestaltet. Den Prozess aktiv begleiten soll ein Fachbeirat Smart City mit externen Experten und eine Lenkungsgruppe mit Vertreter*innen der Verwaltung und der externen Kooperationspartner. Das Projekt soll im Jahr 2022 offiziell gestartet werden.

 

KfW-Förderprogramm Modellprojekte Smart Cities 2021

https://www.smart-city-dialog.de/modellprojekte

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