Abgeschlossene Projekte
Hier findet ihr alle Projekte, die durch aktive Jugendarbeit in der Stadt Kempten umgesetzt wurden:
Nachdem der Basketballkorb im Engelhalde Park entfernt worden war, wurde im Rahmen der Jugendsprechstunden „Free 2 Talk“ in den Jugendzentren eine Umfrage durchgeführt. Dabei wurden die Jugendlichen gefragt, ob sie sich wieder einen Basketballkorb im Park wünschen.
An der Umfrage nahmen 52 Jugendliche teil. Die Mehrheit sprach sich für einen Basketballkorb aus. Aufgrund dieses Ergebnisses wurde im Engelhalde Park wieder ein Basketballkorb aufgestellt.
Wie organisiert man eigentlich ein gutes Schulprojekt? Was braucht es, damit aus einer Idee am Ende wirklich etwas wird? Genau darum ging es beim gemeinsamen SMV-Seminar am 08. Mai von 13 bis 15 Uhr im Zukunftslabor.
Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler aus drei verschiedenen Schulen: drei SMV-Mitglieder des Allgäu-Gymnasiums, drei des Carl-von-Linde Gymnasiums und zwei des Hildegardis Gymnasiums. Geleitet wurde das Seminar von den Beteiligungscoaches Franziska Breitfeld und Nicolas Hefele.
Nach einem kurzen Einstieg zu grundlegenden Methoden der Projektplanung, Rechten und Möglichkeiten der SMV ging es direkt in die Praxis: In Gruppen entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Projektideen für ihre Schulen. Anschließend wurden die Konzepte gemeinsam vorgestellt, diskutiert und weitergedacht. Dabei stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie die Projekte realistisch umgesetzt werden können und was man dafür konkret braucht.
Die Ideen waren dabei ganz unterschiedlich: Das Hildegardis-Gymnasium plant ein schulübergreifendes Volleyballturnier mit mehreren Schulen. Das Allgäu-Gymnasium möchte einen „Baum der Demokratie“ pflanzen und zusätzlich ein Wertespiel an der Schule umsetzen. Die SMV des Carl-von-Linde Gymnasiums arbeitet aktuell an der Planung einer Mittelstufenparty. Auch wenn sich alle Projekte noch in der Planungsphase befinden, wurde beim Seminar schnell deutlich: Die Schülerinnen und Schüler haben viele Ideen und wollen ihre Schulen aktiv mitgestalten. Gleichzeitig bot das Treffen die Möglichkeit, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Das SMV Seminar ist Teil des Kemptener Weges zur Beteiligung junger Menschen und soll Schülerinnen und Schüler darin stärken, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung an ihren Schulen zu übernehmen.
„Mit den SMV-Seminaren schaffen wir Räume, in denen junge Menschen ihre Ideen konkret weiterentwickeln können. Beteiligung funktioniert nur dann wirklich, wenn Jugendliche die Möglichkeit bekommen, selbst aktiv zu werden und mitzugestalten“, sagt Emelie Abt, Koordinatorin Jugendbeteiligung.
Im Rahmen des Kemptener Weges der Beteiligung junger Menschen fand an der Mittelschule auf dem Lindenberg erstmals eine neu gegründete Arbeitsgruppe statt. Neun Schülerinnen und Schüler der siebten, achten und neunten Jahrgangsstufe setzten sich dabei intensiv mit ihrem Stadtteil Bühl auseinander. Die AG war auf fünf Termine angelegt und wurde in dieser Form erstmals durchgeführt.
Ziel war es, den Stadtteil konsequent aus der Perspektive von Jugendlichen zu betrachten und systematisch zu erfassen, welche Orte sie schätzen und wo sie konkreten Verbesserungsbedarf sehen. Die Ergebnisse dienten als Grundlage, um in den weiteren Treffen gezielt an Veränderungs- und Gestaltungsideen zu arbeiten.
In der zweiten Einheit fand eine gemeinsame Stadtteilbegehung statt. Zum Einsatz kam ein neu entwickelter Stadtteilkoffer, konzipiert von Emelie Abt, Koordinatorin für Jugendbeteiligung im Amt für Jugendarbeit. Mit Unterstützung von Markus Zahnleiter, Medienpädagoge der Medienwerkstatt des Amtes, wurde der Koffer mit Kameras, Diktiergeräten sowie weiterem Material zur Dokumentation ausgestattet. Die Jugendlichen erkundeten damit ihren Stadtteil und hielten sowohl positiv wahrgenommene Orte als auch kritisch betrachtete Bereiche fest. Aus mehreren Stationen wählten sie drei Orte aus, die sie in der darauffolgenden Einheit vertieft analysierten. Beispiele hierzu ist zum einen eine Sitzgruppe im Bühl sowie eine Unterführung. Diese wurden von den Jugendlichen als stark verschmutzt wahrgenommen. Sie dokumentierten den Zustand vor Ort und formulierten konkrete Verbesserungsvorschläge.
In der vierten Einheit entwickelten die Schülerinnen und Schüler in Form von Collagen ihre Vorstellungen davon, wie dieser Ort künftig gestaltet sein sollte. Dabei entstanden konkrete Ideen zur Aufwertung und attraktiveren Gestaltung des Bereichs.
Die Maßnahmen haben inzwischen bereits stattgefunden. Die Jugendlichen haben dabei selbst aktiv mit angepackt und wurden von der Firma Buziol beim reinigen der Sitzbänke unterstützt. Darüber hinaus wurde die Unterführung durch die Reinigungskräfte der Stadt Kempten gereinigt.
„Es ging darum, den Stadtteil bewusst durch die Augen von Jugendlichen zu betrachten“, erklärte Emelie Abt. „So wurden Orte sichtbar, die jungen Menschen wichtig sind – ebenso wie Bereiche, an denen sie sich stören. Diese Perspektiven gehen im Alltag Erwachsener häufig unter, sind für eine generationenübergreifende Stadtteilentwicklung jedoch zentral.“