Stadt Kempten Leben in Kempten Integration Interkulturelle Woche 2020 Interview mit der Integrationsbeauftragten des Stadtrats Ilknur Altan

Interview mit der Integrationsbeauftragten des Stadtrats Ilknur Altan

Frau Altan ist seit 2018 Integrationsbeauftragte des Stadtrats. Wir haben ihr einige Fragen gestellt.

Frau Altan, seit 2014 sind Sie Mitglied im Kemptener Stadtrat. Was hat Sie dazu bewogen in der Lokalpolitik aktiv zu werden?

Frau Altan: Der Integrationsbeirat und Herr Siegfried Oberdörfer.

 

Sie sind nun bereits in der zweiten Legislaturperiode Integrationsbeauftragte des Stadtrats. Was hat Sie dazu motiviert dieses Amt zu übernehmen?

Frau Altan: Ich bin seit Mai 2018 Integrationsbeauftragte. Motiviert hat mich mein eigener Migrationshintergrund und die Probleme und Bedürfnisse der Migrantinnen und Migranten, die mir sehr wohl bekannt sind und dafür möchte ich mich einsetzen und sie unterstützen.

 

Was bedeutet für Sie Integration und wie kann eine gelungene Integration aussehen?

Frau Altan: Integration bedeutet für mich, sich in die Gesellschaft einzufügen, daran teilzunehmen ohne seine Kultur und Wurzeln aufzugeben.

 

Integration ist ein beidseitiger Prozess von Zuwanderern als auch aufnehmender Gesellschaft. Was kann man als Einzelperson tun, um die Integration vor Ort zu fördern?

Frau Altan: Beidseitiges aufeinander zugehen und sich gemeinsam austauschen, damit Vorurteile von beiden Seiten abgebaut werden können.

 

Wo sehen Sie die größten Erfolge oder auch Herausforderungen der Integrationsarbeit in Kempten?

Frau Altan: Der größte Erfolg war, während der Flüchtlingswelle 2015, die schnelle Aufnahme und Unterbringung der Geflüchteten in dezentralen Unterkünften und die Schaffung des Amtes für Integration, welches es selbstverständlich in allen Kommunen gebe sollte. Eine aktuelle Herausforderung ist die weiterhin bestehende Diskriminierung, die es nach wie vor in der Gesellschaft gibt.

 

Sie haben selbst türkische Wurzeln. Was verbindet Sie mit der Türkei?

Frau Altan: Meine Verwandten und meine Freunde. Freundschaften, die ich als Jugendliche in der Türkei geschlossen habe, führe ich nach wie vor fort. Wir treffen uns regelmäßig einmal im Jahr in der Türkei. Meine Freundinnen haben mich aber auch schon hier in meiner Heimat besucht. Auch die Sprache und die Kultur verbindet mich noch mit der Türkei.

 

Viele Menschen mit ausländischen Wurzeln oder fremd klingendem Namen reagieren genervt, wenn man sie nach ihrer Herkunft fragt. Können Sie das nachvollziehen?

Frau Altan: Nicht wirklich, es kommt immer darauf an wie ich gefragt werde. Ich selber frage auch nach, aber weil ich mich für den Menschen, seine Heimat und Kultur interessiere.

 

Nach den Massenprotesten in den USA ist auch in Deutschland in den vergangenen Monaten sehr viel über Rassismus diskutiert worden. Wie haben Sie das erlebt?

Frau Altan: Ich fand es gut, dass sich so viele Menschen offen gegen Rassismus ausgesprochen und dagegen demonstriert haben. Ich finde es wichtig, dass dieses Thema weiterhin diskutiert und behandelt wird.

 

Welche Chancen sehen Sie in einer multikulturellen Gesellschaft?

Frau Altan:  Das alle voneinander profitieren und somit die eigene Kultur bereichern können.

 

Welches Land würden Sie gerne einmal bereisen und warum?

Frau Altan: Portugal (Madeira), jetzt lachen Sie aber nicht, ich habe immer die Sissi Filme angeschaut und in einem Teil war sie auf Madeira und das war landschaftlich wunderschön.

 

Aber auch in Kempten ist es natürlich schön. Was sind Ihre liebsten Plätze in Kempten?

Frau Altan: Es gibt einige Plätze, die ich in Kempten mag. Den Mariaberg, Hofgarten, Stadtweiher und den Rathausplatz, am liebsten ohne Verkehr. 

 

 

Herzlichen Dank für das Interview!

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