Stadt Kempten Kempten erleben Die Geschichte Kemptens Gemeinsam gewachsen - 50 Jahre Gebietsreform Gebietsreform 1972

Gebietsreform 1972

Dr. Bruno Merk (1922 – 2013, bayerischer Innenminister von 1966 – 1977 im Kabinett von Ministerpräsident Dr. Alfons Goppel) war maßgeblicher Gestalter der zwischen 1969 und 1978 durchgeführten umfassenden kommunalen Gebietsreform. Ziele waren vor allem die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung, die Schaffung leistungsfähiger Strukturen sowie der Abbau des Leistungsgefälles zwischen Stadt und Land. Die Zahl der Gemeinden reduzierte sich von 7043 auf 2052, die der Landkreise (143 auf 71) und der Städte (48 auf 25) halbierte sich nahezu. Widerstand von bisher selbstständigen Gemeinden blieb nicht aus. Große Skepsis und Protest gab es auch in unserem Raum.

„Den Bürgern unserer vergrößerten Stadt aus den Gemeinden Sankt Mang und St. Lorenz strecken wir die Hand entgegen und bitten sie, ohne Argwohn und Vorbehalte mir uns gemeinsam alles zu tun, um die Übergangszeit möglichst reibungslos zu gestalten… In beiden Fällen handelt es sich um blühende Gemeinwesen, die im Rahmen der allgemeinen für die Kommunen immer enger werdenden Grenzen das Bestmögliche geleistet haben.“

So begrüßte Oberbürgermeister Dr. Josef Höß am 16. Dezember 1971 in öffentlicher Stadtratssitzung die Bürgerinnen und Bürger von Sankt Mang und St. Lorenz in der künftig gemeinsamen Stadt. Am Tag zuvor war die Entscheidung des Bayerischen Landtages zur Zusammenlegung gefallen.

Beim ersten Zusammentreten des neuen Stadtrats (44 anstelle von 32 Mitglieder) am 6. Juli 1972 rief der wiedergewählte Oberbürgermeister Dr. Höß dazu auf, „eine neue Situation in vergrößertem Raum zu formen, das Kemptener Bürgerbewusstsein zu fördern und zu vertiefen und die neuen Stadtteile in Respekt vor deren bisherigen Leistungen und in weitestmöglicher Wahrung deren Eigenlebens im Rahmen der vergrößerten Stadt fortzuentwickeln.“

Zeitgleich ist 1972 auch der neue Landkreis Oberallgäu entstanden. Beide Gebietskörperschaften gingen gemeinsame Themen auch gemeinsam an und entwickelten sie weiter. Beispiele dafür sind der Zweckverband Abfallwirtschaft, eine gemeinsame Abwasserentsorgung, der Krankenhaus-Zweckverband Kempten-Oberallgäu (heute Klinikverbund Allgäu GmbH) oder der Zweckverband Berufliches Schulzentrum.

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