Stadt Kempten Kempten erleben Die Geschichte Kemptens Erfinder, Forscher und andere Kemptener

Erfinder, Forscher und andere Kemptener

Hätten Sie es gewusst, dass einer der wenigen Deutschen, die bisher die Erde aus dem Weltall gesehen haben, in Kempten zur Schule gegangen ist? Der Astronaut Reinhard Furrer machte sein Abitur an der naturwissenschaftlichen Oberrealschule Kempten, dem heutigen Allgäu-Gymnasium. Kempten war in seiner langen Geschichte auch die Heimat verschiedener anderer bekannter Persönlichkeiten. Eine kleine Auswahl sehen Sie hier.

Andor Ákos, Kemptener Architekt und Künstler (geboren 17.07.1893 Gross-Becskerek im Banat; gestorben 01.07.1940 Wien), Konvertierung zur jüdischen Religion im jugendlichen Alter durch Wiederverheiratung seiner Mutter mit einem deutschen Juden, bei Mündigkeit Rekonvertierung zum katholischen Glauben, wirkte seit 1920 in Kempten, prägte als Baumeister der 20er und 30er Jahre das Stadtbild von Kempten (Stadt- und Landhäuser, Gasthöfe, Gewerbe- und Industrieobjekte, Siedlungsbau, Rathaus- und Kornhausumbau, Kirchenneubau, Friedhofs- und Denkmälergestaltung) sowie durch zahlreiche Bauten auch die Architektur des Allgäus und Schwabens, Begründer des Allgäuer Landhausstils,bekannt zudem als Maler und Grafiker, insbesondere auch als anerkannter Porträtzeichner, Opfer der NS-Rassenideologie, Gedenktafel an der Kirche „Maria Hilf“ in der Eich.

 

Claude Dornier, Flugzeugkonstrukteur und Luftfahrtpionier (geboren 14.05.1884 in Kempten, gestorben 05.12.1969 in Zug/Schweiz), Mitarbeiter von Ferdinand Graf von Zeppelin und Gründer der Dornier-Werke (Flugzeugwerft) in Friedrichshafen.

 

Heinrich Findelkind, um 1360 in Kempten geboren und aufgewachsen, gründete 1386 das Hospiz St. Christoph auf dem Arlberg. Die damit ins Leben gerufene Bruderschaft St. Christoh am Arlberg besteht bis heute als eine grenzüberschreitende, sozial engangierte religiöse Gemeinschaft. Sie erinnert 2011 an 625 Jahre ihres Bestehens.
Eine besondere historische und bibliophile Kostbarkeit sind die ursprünglich 5 Wappenbücher, die Heinrich Findelkind und sein Gefährte Ulrich Nossekh aus St. Gallen auf zahlreichen Reisen durch weite Teile Europas aufzeichnete; eine einmalige Quelle nicht nur für Freunde der Heraldik (Wappenkunde).
 

Reinhard Furrer, Wissenschaftsastronaut (geboren 25.11.1940 in Wörgl/Österreich, aufgewachsen in Kempten, gestorben 09.09.1995 in Berlin), 1985 an Bord des Space-Shuttles Challenger bei der D1-Mission. Furrers Urne ist neben denen seiner Eltern auf dem Evangelischen Friedhof in Kempten bestattet.

 

Ignaz Kiechle, Politiker (geboren 23.02.1930 in Reinharts bei Kempten, gestorben 02.12.2003 in Reinharts bei Kempten), von 1983 bis 1993 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
 

Alfred Kranzfelder, Widerstandskämpfer des 20.07.1944 (geboren 19.02.1908 in Kempten, gestorben 10.08.1944 in Berlin-Plötzensee), 1919 bis 1927 Schüler des Carl-von-Linde-Gymnasiums Kempten, 1927 bis 1944 Offizier der Seekriegsflotte, Korvettenkapitän, seit 1943 Mitglied der Widerstandsgruppe des 20.07.1944 um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, führender Kopf des Widerstandes in der Seekriegsleitung gemeinsam mit Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, 24.07.1944 Verhaftung, 10.08.1944 Verurteilung zum Tode durch den Volksgerichtshof und Hinrichtung im Zuchthaus Berlin-Plötzensee wenige Stunden nach Urteilsspruch, Gedenktafel: Carl-von-Linde-Gymnasiums Kempten.

 

Karl Krumbacher, Prof. Dr. phil., Byzantinist und Neogräzist (geboren 23.09.1856 auf dem früheren stiftkemptischen Hofgut Kürnach bei Wiggensbach, gestorben 12.12.1909 in München, begraben in Kempten), 1869–1875 Gymnasium in Kempten; wohnhaft: Hohe Gasse 20 (s. Haustafel), Professor an der Universität München, Begründer der Byzantinistik als selbständige akademische Disziplin.

 

Michl Lang, bayerischer Volksschauspieler (geboren 16.01.1899 in Kempten, gestorben 21.12.1979).

 

Ernst Mayr, Biologe (geboren 05.07.1904 in Kempten, gestorben 03.02.2005 in Bedford, Massachusetts, USA), einer der bedeutendsten Naturforscher des 20.Jahrhunderts.

 

Franz Sperr, Widerstandskämpfer des 20.07.1944 geboren 12.02.1878 in Karlstadt am Main, gestorben 23.01.1945 in Berlin-Plötzensee), 1886 bis 1892 Schüler des Carl-von-Linde-Gymnasiums Kempten, seit 1897 Offizier der Bayerischen Armee, Major, 1919 bis 1934 Diplomat, letzter Bayerischer Gesandter bei der Reichsregierung in Berlin, Leiter einer bayerischen Widerstandsgruppe gegen das Hitlerregimes, Enttarnung nach dem 20.07.1944, 28.07.1944 Verhaftung, Verurteilung zum Tode durch den Volksgerichtshof und Hinrichtung im Zuchthaus Berlin-Plötzensee am 11.01.1945, Gedenktafel: Carl-von-Linde-Gymnasiums Kempten.

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