Bildungsprojekt "Butter Vieh Vernichtung"
„Butter, Vieh, Vernichtung – Nationalsozialismus und Landwirtschaft im Allgäu“ war ein Partizipations- und Bildungsprojekt im Jahr 2025, das Zugänge zur Thematik des NS-Unrechts im südlichen Schwaben geschaffen hat. An authentischen Orten im ländlichen Raum und in der Stadt Kempten wurden die Verstrickungen in den NS-Staat und die NS-Ideologie gezeigt. Das Projekt wurde von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) von 2024 bis 2025 gefördert. Es verband Wissensvermittlung mit der Ermutigung zu verantwortungsvollem Handeln.
Themenschwerpunkte
Drei Themenbereiche waren besonders wichtig:
- die Durchdringung der Landwirtschaft und der ländlichen Gesellschaft mit der NS-Ideologie,
- der Einsatz von Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen sowie
- die Verdrängung und Verfolgung von jüdischen Familienbetrieben
Workshops und Ausstellung
In künstlerischen Workshops sind Menschen aus der ländlichen Region und aus der Stadt eingeladen, sich durch eigene kreative Tätigkeit mit dem Schicksal von Personen auseinandersetzen, die im Nationalsozialismus gelebt haben, von diesem verfolgt wurden oder von ihm profitierten.
Die gleichnamige Ausstellung in der Allgäuhalle (Halle II/Kälberhalle, früher teilweise auch KZ-Außenlager) konnte in in der zweimonatigen Laufzeit 7200 Besucherinnen und Besucher sowie 43 Schulklassen und 30 Gruppen begrüßen.
Alle Informationen zum Projekt, zur Geschichte der Landwirtschaft im Nationalsozialismus, zu den Workshops und zur Ausstellung finden Sie auf der Projektseite ➜ Butter Vieh Vernichtung
Das Projektteam bestand aus Mitarbeiterinnen von Cultura Kulturveranstaltungen e.V. und Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Kulturamtes der Stadt Kempten (Allgäu).
Das Projekt wurde in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.