Spatenstich Carl-von-Linde-Gymnasium: Generalsanierung und Erweiterung
Der feierliche Spatenstich fand am Dienstag, 22 September 2026, um 11 Uhr statt.
Er fand mit Oberbürgermeister Christian Schoch, Landrat Christian Wilhelm und der versammelten Schulfamilie statt. Mit dem Erweiterungsbau reagiert die Stadt Kempten auf die steigenden Schülerzahlen und dem zusätzlichen Raumbedarf am Carl-von-Linde-Gymnasium.
Der Bestandsbau wurde 1956 für das „Humanistische Gymnasium Kempten“ eingeweiht. Nach 70 Jahren steht nun der Erweiterungsbau als 1. Bauabschnitt des Gesamtprojekts „Generalsanierung und Erweiterung des Carl-von-Linde-Gymnasium“ an. Die Schule bietet heute die Ausbildungsrichtungen sprachliches-, musisches- und sozialwissenschaftliches Gymnasium an. Zusätzlich steht den Schülerinnen und Schülern des CvL auch die „Offene Ganztagesschule“ zur Verfügung.
Erste Überlegungen zur Sanierung des CvL starteten 2018 mit verschiedenen Planungsvarianten. 2019 wurde im Ausschuss für Schule und Sport die Schulbedarfsplanung und die sechs zusätzlichen Klassenräume als Planungsgrundlage bestätigt. 2024 wurde für die jetzige Planung der Bauantrag gestellt und im November 2024 für den 1. Bauabschnitt der Förderantrag bei der Regierung für Schwaben eingereicht. Die Zustimmung zum Maßnahmenbeginn der Regierung von Schwaben wurde im Februar 2026 erteilt.
Der Erweiterungsbau schafft zeitgemäße Räume. Im 1. und 2. Obergeschoss entstehen zwölf Klassenzimmer in vier Clustern. In der untersten Ebene des Erweiterungsbaus sind zwei Musiksäle mit sechs Übungsräumen und Räume für Aufenthalt der Oberstufe, SMV, Sozialpädagoge und Schulpsychologe vorgesehen. Im EG sind die Bibliothek mit Marktplatz, zwei Werk- und Nebenräume für den Kunstunterricht angeordnet.
Die Kosten für den Erweiterungsbau sind mit 18,9 Mio. Euro angesetzt, für die Technikzentralen und die Erschließungsmaßnahmen im Bestand sind im Vorgriff der Generalsanierung weitere 2,2 Mio. Euro eingeplant. Die Finanzierung erfolgt über Haushaltsmittel, die Förderung des Freistaates Bayern mit 9,72 Mio. Euro und einem KFW-Zuschuss von 0,38 Mio. Euro. Eine Kostenbeteiligung des Landkreises Oberallgäu ist geplant. Die Bauaufträge der Ausschreibungen des Vergabepakets 1 mit rund 60% des Bauvolumens, konnten innerhalb des Kostenbudgets an leistungsfähige regionale Firmen erteilt werden. Die Nutzungsaufnahme für den Erweiterungsbau ist für den Februar 2029 vorgesehen.
Die Erweiterung ist nicht nur eine bauliche Maßnahme, sondern auch eine wichtige Investition in die Bildung, in die Schulgemeinschaft und in unsere gemeinsame Zukunft betonten Oberbürgermeister Christian Schoch und Landrat Christian Wilhelm. Der Schulleiter Dr. Stefan Dieter wies anschaulich auf die Notwendigkeit der nachfolgenden Sanierung des Bestandsgebäudes hin.
Die Segnung der Zeitkapsel für den Grundstein des Erweiterungsbaus und die musikalische Begleitung des Bläserensemble der Schule rundeten die ansprechende Feier ab.
Die Bauarbeiten finden parallel zum normalen Schulbetrieb statt. Durch organisatorische und räumliche Maßnahmen kann dieser möglichst störungsfrei fortgeführt werden.