OB Schoch hält seine Rede auf der Bühne

75. Allgäuer Festwoche feierlich eröffnet

12.08.2026

Mit einer festlichen Eröffnungsfeier im Kornhaus ist am Samstag, 8. August, die 75. Allgäuer Festwoche offiziell eröffnet worden und hat dabei das „Wohnzimmer des Allgäus“ gefeiert.

Rund 600 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft, Kultur und Gesellschaft aus dem gesamten Allgäu nahmen an der Jubiläumseröffnung teil. Für Oberbürgermeister Christian Schoch war es die erste Eröffnung der Allgäuer Festwoche in seinem Amt.

 

Feierlicher Auftakt im Kornhaus
Musikalisch begleitet von der Stadtkapelle Kempten begrüßte der Oberbürgermeister die zahlreichen Ehrengäste, darunter den bayerischen Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales, Eric Beißwenger, Vertreterinnen und Vertreter des Bundestags und Bayerischen Landtags, der Bezirksregierung, der Landkreise und Städte des Allgäus sowie Delegationen aus den fünf Kemptener Partnerstädten.

 

Rückblick auf 75 Jahre Festwochengeschichte
In seiner Festrede stellte Christian Schoch das 75-jährige Bestehen der Allgäuer Festwoche in einen historischen Zusammenhang. Die erste Festwoche im Jahr 1949 sei weit mehr als ein Volksfest gewesen. Sie habe der Wirtschaft neuen Schwung gegeben und den Menschen nach den Kriegsjahren neuen Mut vermittelt. Seitdem habe sich die Veranstaltung immer wieder verändert und weiterentwickelt – von der klassischen Leistungsschau hin zu einer modernen Wirtschaftsmesse und Plattform für Innovation, Kultur und Begegnung.

 

Besonders hob der Oberbürgermeister die Rolle der Festwoche als verbindendes Element für die Region hervor. Wirtschaft, Kultur und Heimatfest bildeten einen Dreiklang, der die Allgäuer Festwoche bis heute einzigartig mache. Sie sei das Schaufenster der Region und ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft und Interessen miteinander ins Gespräch kämen.

 

Begegnung als eigentlicher Wert der Festwoche
Schoch erinnerte auch an schwierige Kapitel der Geschichte der Festwoche – etwa wirtschaftliche Herausforderungen in den 1970er Jahren, den Ausfall der Veranstaltung 1991 sowie die pandemiebedingten Absagen in den Jahren 2020 und 2021. Gerade in dieser Zeit sei deutlich geworden, dass der eigentliche Wert der Festwoche in den Begegnungen zwischen den Menschen liege.

 

Mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart warb der Oberbürgermeister für mehr Dialog und Zusammenhalt. Die Allgäuer Festwoche bringe Menschen zusammen, auch wenn sie nicht immer einer Meinung seien. „Vielleicht ist genau das der eigentliche Wert dieser Festwoche“, sagte Schoch. Sie sei eine Investition in Gemeinschaft, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

Einen besonderen Akzent setzte der Oberbürgermeister mit einem fiktiven Brief der „Jubilarin Festwoche“, in dem die Veranstaltung selbst um Mut zur Weiterentwicklung bat. Veränderungen seien notwendig, die Existenz und Bedeutung der Festwoche dürften jedoch nicht allein an wirtschaftlichen Kennzahlen gemessen werden. Der größte Gewinn der Festwoche stehe in keinem Haushalt, sondern in den Herzen der Menschen, betonte Schoch. Zum Abschluss seiner Rede bezeichnete er die Allgäuer Festwoche als das „Wohnzimmer des Allgäus“.

 

Gemeinsames Gespräch über die Zukunft des Allgäus
Im Anschluss an die Festrede folgte ein Gespräch mit den kommunalen Spitzen der Region. Gemeinsam mit den Oberbürgermeistern Stefan Bosse (Kaufbeuren) und Jan Rothenbacher (Memmingen) sowie den Landräten Christian Wilhelm (Oberallgäu), Bernd Stapfner (Ostallgäu), Alex Eder (Unterallgäu) und Elmar Stegmann (Landkreis Lindau) diskutierte Christian Schoch über die Zukunft der Region, die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg und gemeinsame Herausforderungen.

 

Dabei wurde deutlich, dass viele Zukunftsfragen – von Mobilität über Wirtschaft bis zur Daseinsvorsorge – nur gemeinsam gelöst werden können. Der Oberbürgermeister betonte, dass das Leben der Menschen längst über kommunale Grenzen hinausreiche und die Zukunft des Allgäus nur in enger Zusammenarbeit gestaltet werden könne.

 

Musik und Festrede des Staatsministers
Für einen besonderen musikalischen Moment sorgten anschließend die Stadtkapelle Kempten sowie Kinder der Haubenschloß- und Fürstenschule mit ihrer gemeinsamen Darbietung von „We’re all in this together“. Die Aufführung griff das zentrale Motiv der Eröffnungsfeier auf: Zusammenhalt und gemeinsames Handeln.

 

Es folgte die Festrede von Staatsminister Eric Beißwenger, der die Bedeutung der Allgäuer Festwoche für die Region und darüber hinaus würdigte.

 

Offizielle Eröffnung mit Konfettiregen
Gemeinsam mit Staatsminister Eric Beißwenger, den Oberbürgermeistern Stefan Bosse und Jan Rothenbacher sowie den Landräten Christian Wilhelm, Bernd Stapfner, Alex Eder und Elmar Stegmann eröffnete Christian Schoch anschließend die Jubiläumsfestwoche offiziell. Mit dem symbolischen Countdown und einem Konfettiregen wurde die 75. Allgäuer Festwoche feierlich eröffnet. Anschließend zog die Festgesellschaft gemeinsam auf das Festgelände und weiter ins Festzelt.

 

Die Allgäuer Festwoche findet noch bis zum 16. August 2026 statt.

Hier gibt's das Programm und weitere Infos.

 

Die komplette Rede von Oberbürgermeister Christian Schoch steht unter Downloads zum Nachlesen bereit.

Die 7 Allgäuer Landräte und Oberbürgermeister zur Gesprächsrunde auf der Bühne

Kinder singen und tanzen auf der Bühne

Blick von der Bühne in den gefüllten Kornhaussaal

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