Arolsen Archives: "Stolen Memory"
Ob Uhren, Eheringe, Brieftaschen, Modeschmuck, Brillen oder Fotos mit Widmungen, die Nationalsozialisten nahmen Häftlingen bei ihrer Einlieferung in die Konzentrationslager jede persönliche Habe ab. 4.700 Umschläge mit diesen sogenannten Effekten kamen 1963 nach Arolsen in das umfangreichste Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus.
Der Auftrag der Arolsen Archives war und ist, dieses Raubgut an die Überlebenden oder Angehörigen der Opfer zurückzugeben. Denn die Gegenstände erzählen von den Menschen, die sie einst besessen haben, und sind oft das einzige Erinnerungsstück an einen geliebten Menschen.
Es ist eine Detektiv-Arbeit, die seit 2016 mit viel Engagement und der Unterstützung vieler Freiwilliger betrieben wird. Die Wanderausstellung #StolenMemory erzählt die Geschichten der Suche.
Die Wanderausstellung macht in Kempten von 10.07. bis 02.08.2026 halt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10-18 Uhr
Eintritt frei.
Über die Arolsen Archives
Die Arolsen Archives sind das internationale Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie beinhaltet Dokumente zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes und ist eine wichtige Wissensquelle für die heutige Gesellschaft.
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Bildnachweis: Stolen Memory Container; Foto: Johanna Groß (c) Arolsen Archives