Kulturamt der Stadt Kempten: "Straßennamen auf dem Prüfstand: Nazi-Spuren – nein, danke"
Könnte es sein, dass es in Kempten Straßen gibt, die nach Nazi-Sympathisantinnen und -Sympathisanten oder NS-Unterstützern heißen? Um das auszuschließen, hat die Stadt Kempten ihre Straßennamen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern überprüfen lassen.
Wenn eine Straße nach einer Person heißt, erhält sie mit dem Straßennamen eine öffentliche Ehrung. Die Stadt, die die Straßennamen vergibt, zeigt so, dass sie den Namensgeber oder die Namensgeberin gut und würdig findet. Also sollten die Namenspatinnen und -paten auch anerkennenswerte Vorbilder sein.
Die Ausstellung „Straßennamen auf dem Prüfstand: Nazi-Spuren – nein, danke“ informiert, um welche Straßen und Personen es geht.
Was zeigt die Ausstellung?
Im Auftrag der Stadt Kempten untersuchte eine „Kommission für Erinnerungskultur“ 82 Personen und drei geografische Bezeichnungen genau auf Verbindungen zum Nationalsozialismus.
Die Ausstellung „Straßennamen auf dem Prüfstand: Nazi-Spuren – nein, danke“ fasst die wichtigsten Ergebnisse der historischen Recherche und der Beratungen zusammen: Welche Personen sind für eine Umbenennung vorgeschlagen? Was sind ihre Verfehlungen? Welche Namen sollten kurz erläutert werden? Wie geht es mit dem Umbenennungsvorschlag weiter?
Ausstellungsmacher
Die Ausstellung „Straßennamen auf dem Prüfstand: Nazi-Spuren – nein, danke“ wurde vom Kulturamt der Stadt Kempten (Allgäu) konzipiert und umgesetzt. Sie dient dem Wunsch des Stadtrats, die Arbeit und die Ergebnisse der Kommission für Erinnerungskultur bekannt zu machen.
Führungen
Kostenfreie öffentliche Führung durch das Erinnerungslabor Allgäuhalle mit dem Themenschwerpunkt "Straßennamen auf dem Prüfstand: Nazi-Spuren – nein, danke" mit Dr. Veronika Heilmannseder (Stabsstelle Stadtgeschichte, Public History & Erinnerungskultur)
- Samstag, 27.06.2026
- um 11 Uhr
- Keine Anmeldung notwendig
Hier gelangen Sie zur Übersichtsseite -> Erinnerungslabor Allgäuhalle 2026
Bildnachweis: Merktstraße im östlichen Stadtteil auf dem Lindenberg; FotoKHamm