schwarz-weiß Foto mit Menschen, die auf einem offenen Zugwaggon sitzen
Stadt Kempten Kempten erleben Kultur & Unterhaltung Ausstellungen Erinnerungslabor Allgäuhalle P-Seminar des Allgäu-Gymnasiums: „80 Jahre Flucht, Vertreibung, Neuanfang in Kempten“

P-Seminar des Allgäu-Gymnasiums: „80 Jahre Flucht, Vertreibung und Neuanfang in Kempten“

Die Ausstellung informiert über die Aufnahme von 10.000 Flüchtlingen und Heimatvertriebenen in Kempten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und über deren Erfahrungen beim Neuanfang. Im Mittelpunkt stehen dabei individuelle Schicksale und die Bedeutung von Erinnerung, Zusammenhalt und Versöhnung.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 begann für Millionen Menschen in Europa eine Zeit von Flucht und Vertreibung. Dazu zählten rund zwölf Millionen Deutsche, die ihre Heimat in den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie in anderen Regionen Ost- und Südosteuropas verlassen mussten. Diese häufig traumatisierenden Erlebnisse standen in unmittelbarer Konsequenz des nationalsozialistischen Eroberungs- und Vernichtungskrieges.

Auch in Kempten fanden viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach 1945 eine neue Heimat. Die Ankunft war für die meisten Menschen von großen Schwierigkeiten geprägt: Wohnraum und Lebensmittel waren knapp und häufig begegneten Einheimische den Neuankömmlingen zunächst mit Skepsis. Dennoch gelang es vielen Vertriebenen, sich eine neue Existenz aufzubauen und zum Wiederaufbau der Stadt sowie zur Entwicklung von Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft beizutragen.

 

Teilnehmende am Projekt-Seminar

Unter dem Titel „80 Jahre Flucht, Vertreibung und Neuanfang in Kempten" leitete die Lehrerin des Allgäu-Gymnasiums, Corinna Weber, das P-Seminar mit zwölf Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse. Unterstützt wurden sie dabei von Ralf Lienert, einem Bildjournalisten und Kenner der Lokalgeschichte.

Die Z(w)eitzeugeninterviews erfolgten unter anderem mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohnanlage für Senioren und Seniorinnen im Hoefelmayrpark in Kempten.
Ilse Roßmanith-Mitterer von den Stiftsstadtfreunden Kempten e.V. zeigt in den Vitrinen Objekte aus ihrem Familienbesitz.

 

Führungen

Kostenfreie öffentliche Führungen durch das Erinnerungslabor Allgäuhalle mit dem Themenschwerpunkt „80 Jahre Flucht, Vertreibung und Neuanfang in Kempten“ mit dem P-Seminar des Allgäu-Gymnasiums (Kuratorinnen und Kuratoren dieser Teil-Ausstellung)

  • Samstag, 04.07.2026 sowie Samstag, 01.08.2026
  • jeweils um 11 Uhr
  • keine Anmeldung notwendig

 

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Bildnachweis: Ankunft in Kempten mit dem Zug; Fotograf: unbekannt (c) Sammlung Ralf Lienert

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Adresse:

Kulturamt der Stadt Kempten (Allgäu)
Memminger Str. 5
87439 Kempten

Behördennummer (0831) 115:

alle Behördeninformationen unter einer Nummer, besetzt Montag bis Freitag 7.30 - 18.00 Uhr

Termine nur nach Vereinbarung:

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Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr
Öffentliche Führung: jeden Samstag, 11 Uhr

Ausstellungsort:
Allgäuhalle Kempten - Halle II
Kotterner Str. 54, 87435 Kempten (Allgäu)

Eintritt frei.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Heilmannseder
Tel. 0831 2525 7788