Gesundheit & Pflege
Eine gute Gesundheitsversorgung ist wichtig. In Deutschland hat jede Person das Recht auf eine medizinische Versorgung. Wenn Sie hier leben, können Sie zum Arzt oder in ein Krankenhaus gehen, wenn Sie krank sind. Wichtig ist, dass Sie eine Krankenversicherung haben. Auch unser seelisches Befinden hat einen großen Einfluss darauf, wie es uns geht. Deshalb gibt es neben der reinen körperlichen Gesundheitsversorgung auch Hilfs- und Beratungsangebote für unsere seelische Gesundheit.
GESUNDHEIT
Wann gehe ich zum Hausarzt?
Zum Hausarzt gehen Sie, wenn Sie krank sind, zum Beispiel bei Husten, Fieber, Schmerzen oder wenn Sie sich nicht wohlfühlen. Der Hausarzt kann Medikamente verschreiben oder zu einem Facharzt überweisen, wenn es nötig ist. Auch für Impfungen oder allgemeine Untersuchungen können Sie zum Hausarzt gehen.
Wann gehe ich zum Facharzt?
Zum Facharzt gehen Sie, wenn Sie eine spezielle Erkrankung haben, bei dem Ihnen der Hausarzt nicht weiterhelfen kann. Wenn Sie beispielsweise Augenprobleme haben, gehen Sie zum Augenarzt, bei Zahnschmerzen zum Zahnarzt. Oft brauchen Sie dafür zuerst eine Überweisung von Ihrem Hausarzt.
Wann gehe ich zum Kinderarzt?
Zum Kinderarzt gehen Babys, Kinder und Jugendliche, wenn sie krank sind oder eine Untersuchung brauchen. Der Kinderarzt macht Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen und hilft bei Unsicherheiten und Fragen von Eltern.
Was brauchen ich für einen Arztbesuch?
- Krankenversicherungskarte oder Behandlungsschein
- Eine Person, die übersetzen kann
- Beim Besuch eines Facharztes bringen Sie den Überweisungsschein vom Hausarzt mit
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Wann brauche ich einen Bereitschaftsdienst?
Wenn Sie sich nachts oder an Samstagen, Sonntagen oder Feiertagen krank fühlen, sich verletzt haben und selbst gehen oder fahren können, suchen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst des Klinikverbund Allgäu auf. Sie können den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der kostenfreien Rufnummer 116 117 erreichen.
Allgemeine Ärztliche KVB-Bereitschaftspraxis am Klinikum Kempten
Robert-Weixler-Straße 50
87439 Kempten
Kinder- und Jugendärztliche Bereitschaftspraxis am Klinikum Kempten
Robert-Weixler-Straße 50
87439 Kempten
Zahnärztlicher Notdienst
Zahnarzt-Notdienste in Kempten (Allgäu) (0831) - Auskunft Zahnärztlicher Notdienst
Apothekennotdienst
Apotheken-Notdienst in Kempten: Notfallapotheken
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Krankenhäuser
Krankenhäuser sind einerseits für Notfälle zuständig, also wenn Sie sich zum Beispiel verletzt haben oder sehr starke Schmerzen haben. Sie können dann, wenn es nicht möglich ist, selbstständig in die Notaufnahme gehen, über die Notrufnummer 112 einen Rettungswagen rufen. Es kann aber auch sein, dass Sie ihr Hausarzt für Untersuchungen oder Behandlungen ins Krankenhaus schickt. Dafür brauchen Sie einen Überweisungsschein.
Hier finden Sie Krankenhäuser in Kempten:
Klinikum Kempten
Robert-Weixler-Straße 50
87439 Kempten
Bezirkskrankenhaus Kempten
Robert-Weixler-Straße 46
87439 Kempten
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Wer bezahlt die Kosten der medizinischen Versorgung?
Wer die Kosten für einen Arzt- oder Krankenhausbesuch zahlt, hängt davon ab, wie Sie versichert sind. Die Krankenversicherung sorgt dafür, dass Sie im Krankheitsfall Unterstützung bekommen. Wenn jemand krank ist oder zum Arzt muss, übernimmt die gesetzliche oder private Krankenversicherung einen Teil oder die gesamten Kosten.
Gesetzliche Krankenversicherung
Sie zahlen jeden Monat einen Beitrag an die Krankenkasse. Auch Ihr Arbeitgeber bezahlt für Sie einen monatlichen Betrag. Im Krankheitsfall bekommen alle versicherten Menschen wichtige medizinische Leistungen unabhängig von der Höhe der gezahlten Beiträge.
Private Krankenversicherung
Alle Menschen, die nicht in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen, müssen eine private Versicherung abschließen.
Mehr Informationen finden Sie hier.
Bin ich als Person im Asylverfahren krankenversichert?
Wenn Sie nach Kempten kommen und einen Antrag auf Asyl gestellt haben, bekommen Sie eine medizinische Grundversorgung. Das heißt, Sie können bei Schmerzen oder notwendigen Behandlungen zu einem Arzt gehen. Dafür brauchen Sie einen Behandlungsschein, da Sie keine Krankenversicherungskarte bekommen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
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Beratungsstellen & Hilfe für weitere Gesundheitsthemen
Neben Ärztinnen und Ärzten gibt es auch verschiedene Beratungsstellen zu gesundheitlichen Themen, die Ihnen bei Fragen oder Unsicherheiten weiterhelfen können:
Thema Schwangerschaft
Zu Fragen rund um das Thema "Schwangerschaft" gibt es spezielle Beratungsstellen. Dort bekommen Sie Hilfe und Informationen, zum Beispiel zu Gesundheit, Elterngeld und Kindergeld oder auch zum Thema Arbeit. Diese Beratungen sind für Sie kostenlos und können auch mit Hilfe von Dolmetscherinnen oder Dolmetschern durchgeführt werden. Eine Übersicht über alle Beratungsstellen in Kempten finden Sie hier.
Thema Sucht
In der Suchtfachambulanz bekommen Sie Hilfe, wenn Sie Probleme mit Alkohol, Drogen, Medikamenten oder Glücksspiel haben. Die Fachleute dort sprechen mit Ihnen, beraten Sie und helfen Ihnen, einen Weg aus der Sucht zu finden. Auch Angehörige oder Bekannte von Suchtkranken können dort Hilfe und Unterstützung bekommen. Mehr Informationen und die Kontaktdaten der Beratungsstelle finden Sie hier.
Psychologische Hilfe & Traumabewältigung für Personen mit Fluchthintergrund
Bei der psychosozialen Beratung finden Sie Hilfe, wenn Sie traumatische Erlebnisse bei Ihrer Flucht erfahren haben oder andere psychische Probleme haben, wie Angst, Traurigkeit oder Stress.
Hier finden Sie psychosoziale Beratungsstellen:
TAFF Projekt
Asyl in Kempten
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Kultursensibles Gesundheitsprojekt "MiMi - Mit Migrant:innen für Migrant:innen"
Das Projekt bildet Menschen zu interkulturellen Gesundheitsloten aus. Das Wissen zu Themen "Gesundheit" und "Prävention wird in der jeweiligen Muttersprache weitergegeben. Mehr Informationen finden Sie hier.
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PFLEGE
Sie haben pflegebedürftige Angehörige oder benötigen selbst Unterstützung im Alltag oder bei besonderen Themen, die die Pflege betreffen? In Kempten gibt es dafür eigene Beratungsstellen, die älteren Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Angehörigen bei den unterschiedlichsten Anliegen helfen und zur Seite stehen. Zum Beispiel können Sie sich zu Themen wie finanzielle Hilfen, Wohnen, Alltagshilfen, Versorgung und sozialen Angebote beraten lassen. Das Beratungszentrum Pflege und Demenz hilft Ihnen dabei, die richtige Anlaufstelle für Sie zu finden.
Hilfe bei der Kommunikation
Wenn Sie sprachliche Schwierigkeiten haben, die Sie hemmen sich mit Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal oder Beraterinnen und Beratern zu verständigen, gibt es einerseits die Möglichkeit Dolmetscherinnen und Dolmetscher mit einzubeziehen und andererseits ein hilfreiches Gesundheitswörterbuch. Dieses Wörterbuch ermöglicht Ihnen mithilfe von Bildern und Übersetzungen einfacher zu kommunizieren. Hier können Sie das Wörterbuch kostenlos nutzen.