Ein mona-Bus fährt bei Sonnenschein durch eine ländliche Gegend

Verkehrsverbund Allgäu: aktueller Stand

10.07.2025

Stellungnahme des Landkreises Oberallgäu und der Stadt Kempten zur Entscheidung des Ostallgäus gegen den Verkehrsverbund Allgäu.

Der Landkreis Ostallgäu hat sich in seiner jüngsten Kreisausschuss-Sitzung gegen eine weitere Planung für einen gemeinsamen Verkehrsverbund entschieden und strebt stattdessen künftig die Zusammenarbeit mit dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) an.


Das Projekt für einen Allgäuer Verkehrsverbund wurde 2020 von den beiden Landkreisen Oberallgäu und Ostallgäu zusammen mit den kreisfreien Städten Kempten und Kaufbeuren gestartet, um die Mobilität in der Region zu verbessern und ein einheitliches sowie attraktives Nahverkehrssystem für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Grundlage hierfür war eine unabhängige Potenzialanalyse, welche die Sinnhaftigkeit und die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines gemeinsamen Verbunds ausdrücklich bestätigt hat.


Gerade in ländlich geprägten Regionen wie dem Allgäu sind effiziente, gut vernetzte und einfach nutzbare Mobilitätsangebote ein entscheidender Beitrag für die Verkehrswende, den Klimaschutz und nicht zuletzt für die Lebensqualität der Bevölkerung. Eine Verbundlösung hätte regional die Möglichkeit eröffnet, bestehende Verkehrs- und Informationsangebote besser zu koordinieren, einheitliche Tarife zu schaffen und somit als Innovationstreiber den öffentlichen Nahverkehr für die Menschen im gesamten Allgäu attraktiver und zugänglicher zu gestalten.


In den vergangenen Monaten haben sich jedoch durch die Beitrittsgespräche des AVV und der Region Weilheim-Schongau die Vorzeichen für den Ostallgäuer Raum verändert. Vor diesem Hintergrund  ist es nachvollziehbar, dass das Ostallgäu nun einen anderen Weg geht. „Wir respektieren die Entscheidung des Ostallgäus  und bedanken uns für die bisherige Zusammenarbeit bei der Erarbeitung des Projekts. Der Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten werden nun die Situation neu bewerten und die Möglichkeiten ausloten, wie die gesteckten Ziele einer zukunftsorientierten Verbundstruktur erreicht werden können. Wenn eine größere Lösung der richtige Weg sein sollte, so werden wir diesen einschlagen“, so die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller.


Ähnlich äußert sich auch Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle: „Wir sind weiterhin über-zeugt: Ein starker Verkehrsverbund ist eine wesentliche Voraussetzung für einen zeitgemäßen, bürgerfreundlichen ÖPNV. Daran werden der Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten in den nächsten Wochen intensiv arbeiten.“

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