Grundlagenstudie für Verkehrsverbund gefördert

29.11.2021

Der Freistaat Bayern unterstützt die Landkreise Oberallgäu und Ostallgäu sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Kempten mit bis zu 2,1 Millionen Euro dabei eine gemeinsame Verbundintegration in einer Grundlagenstudie prüfen zu lassen.

Ein Ticket, ein Fahrplan: In Verkehrsverbünden profitieren die Fahrgäste von einheitlichen Informationen und einheitlichen Tarifen bei Bus und Bahn. Deshalb unterstützt der Freistaat Bayern mit bis zu 2,1 Millionen Euro und übernimmt somit fast 90 Prozent der Kosten für die Studie.

Die bestehende Zusammenarbeit im Allgäuer ÖPNV umfasst zwar den Bus-, nicht jedoch den Bahnverkehr. In der Region gibt es mit der OVG (Ostallgäuer Verkehrsgemeinschaft), der mona (Mobilitätsgesellschaft für den Nahverkehr im Allgäu) und der VG OA (Verkehrsgemeinschaft Oberallgäu) aktuell drei Tarifgebiete für den Busverkehr. Mit der Grundlagenstudie wird nun eine einheitliche verkehrliche und tarifliche Kooperation auf dem Gebiet der vier Kommunen untersucht. Dabei wird auch geprüft, ob eine Integration der Bahn verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Mit Ergebnissen ist im Jahr 2024 zu rechnen. Wenn die Studie ergibt, dass eine Verbundintegration sinnvoll ist, können die Kommunen darüber entscheiden und weitere Förderungen des Freistaats für integrationsbedingte Einmal- und Dauerkosten erhalten. Anschließend wäre eine zügige Umsetzung möglich, da die Studie bereits alle Voraussetzungen wie realistische Kostenprognosen und Zeitpläne erarbeiten wird.

Großer Vorteil von Verkehrsverbünden ist es, dass Tickets in der Regel einheitlich in allen öffentlichen Verkehrsmitteln gültig sind. Außerdem werden Fahrpläne aufeinander abgestimmt und spiegeln sich auch in abgestimmten Fahrgastinformationen wider, was Zugangshemmnisse zum ÖPNV abbaut. Der Freistaat Bayern unterstützt deshalb bayerische Kommunen, die derzeit noch keinem Verkehrs- und Tarifverbund aus Bus und Bahn angehören, auf ihrem Weg in einen solchen Verbund. „Inzwischen haben sich alle verbundfreien Landkreise und kreisfreien Städte in Schwaben einer Verbundstudie angeschlossen. Das ist ein großer Erfolg und ein wichtiger erster Schritt“, erklärt Verkehrsministerin Schreyer. „Mit Hilfe der Ergebnisse können die Kommunen eine fundierte Entscheidung über ihren Beitritt treffen und damit die Voraussetzung für viele Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr schaffen.“

 

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