Innenentwicklungskonzept ist beschlossen

25.08.2021

Städte sind gesetzlich verpflichtet, mit Grund und Boden verantwortungsbewusst und sparsam umzugehen und unversiegelte Flächen im Außenbereich weitgehend zu schonen. Die Stadt Kempten (Allgäu) hat in der Sitzung des Stadtrats am 29. Juli 2021 ein Innenentwicklungskonzept beschlossen.

Für den neuen Flächennutzungsplan beauftragte die Stadtverwaltung 2019 ein externes Büro damit, das bestehende Baulückenkataster in Kempten zu überarbeiten und zu ergänzen. Auf dieser Basis erstellten die Fachbüros ein für die Stadt Kempten maßgeschneidertes Innenentwicklungskonzept. Die Erstellung des Konzepts wurde durch das von der bayerischen Staatsregierung aufgelegte Förderprogramm „Innen statt Außen“ bezuschusst. Unter anderem geht es dabei grundsätzlich um die Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen, den Klimaschutz, den Werterhalt des vorhandenen bebauten Bestands sowie die kostengünstige Flächenentwicklung durch Erhalt und Nutzung vorhandener Infrastruktur in den bereits bebauten Bereichen.

 

Das Konzept beinhaltet eine detaillierte Ermittlung innerstädtischer Potenziale (beispielsweise Baulücken, Leerstände, oberirdische Parkplatzflächen, gering genutzte Flächen). Anhand der ermittelten Potenziale empfiehlt das Konzept Strategien zur weiteren Innenentwicklung. Für den Flächennutzungsplan werden die ermittelten Flächenpotenziale und deren Verfügbarkeit Flächenausweisungen auf der „grünen Wiese“ gegenübergestellt. Bei den Potentialen handelt es sich jedoch auch oft um Flächen in privater Hand.

 

Um die reale Verfügbarkeit der innerstädtischen Potenziale zu ermitteln, plant die Stadt eine schriftliche Befragung der Eigentümerinnen und Eigentümer dieser Flächen. Die Teilnahme an dieser Umfrage ist freiwillig. Zweck der Befragung ist es, im Rahmen des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden einen Überblick über verfügbare Baulücken, Grundstücke oder Gebäude zu bekommen. Der Rücklauf der Fragebögen wird zusammen mit den schon vorhandenen Daten in eine Flächenmanagement-Datenbank eingepflegt. Soweit gewünscht, bietet die Stadt den Eigentümerinnen und Eigentümern auch eine kostenlose Beratung an.

 

Mit den Ergebnissen der Befragung sollen geeignete Angebote und Maßnahmen geschaffen werden, die zu einer Verringerung der Leerstände oder einer Nachverdichtung beitragen. Mit der Reduzierung von leerstehenden Immobilien und Grundstücken soll die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt langfristig erhalten werden. Zudem möchte die Stadt interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer unterstützen, ihr Grundstück oder ihre Immobilie einer Nutzung zuzuführen und die Bürgerinnen und Bürger über die Maßnahmen der Innenentwicklung informieren. Mit der Befragung soll auch herausgefunden werden, ob die Eigentümerinnen und Eigentümer eine Beratung wie beispielsweise hinsichtlich der Grundstücks- und Gebäudenutzung wünschen und/oder möglicherweise eine Veräußerung, Sanierung oder Neubebauung beabsichtigen.

 

Die Befragung soll Anfang November 2021 starten und wird von einer Informationsveranstaltung begleitet. Sobald die Termine feststehen, informiert die Stadt Kempten die betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer. Die Qualität der Ergebnisse der Befragung hängt direkt mit der Anzahl der beteiligten Eigentümerinnen und Eigentümer zusammen. Die Stadt Kempten appelliert daher an die Angesprochenen, sich für die Beantwortung des Fragebogens Zeit zu nehmen. Bei Fragen steht Frau Annika Spatscheck (Sachbearbeiterin im Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung) unter der Telefonnummer 0831-2525-1820 gerne zur Verfügung.

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