Staatliche Realschule: Schüler sammeln Zigarettenkippen

Achtlos weggeworfene Abfälle sind ein Ärgernis: Sie verschmutzen die Umwelt und geben regelmäßig Anlass zu Beschwerden. Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c der Staatlichen Realschule möchten mit einer Zigarettenkippen-Sammelaktion am Freitag, 14. Februar 2020 auf dieses Problem aufmerksam machen.

Ausgestattet mit Müllbeuteln, Handschuhen und Greifzangen werden am Freitag insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler ab 9:30 Uhr im neu gestalteten Kemptener Stadtpark sowie in der Kemptener Fußgängerzone Zigarettenkippen aufsammeln. Die Kippen sind nicht nur unschön, sondern auch  aus ökologischer Sicht schädlich für unsere Umwelt. Die Jugendlichen verbinden die Aktion mit einem Appell an alle Raucherinnen und Raucher, die in der ganzen Stadt bereitgestellten Abfallbehältnisse auch mit den schadstoffbelasteten Zigarettenkippen zu „füttern“ oder, noch besser, mobile Aschenbecher zu verwenden. Die Aktion der Staatlichen Realschule wird im Rahmen einer Projektpräsentation geplant, durchgeführt und vorgestellt und vom Klimaschutzmanagement der Stadt Kempten begleitet.

 

Achtlos weggeworfener Müll: Ein Ärgernis für viele

Städte in der ganzen Welt haben ein gemeinsames großes Problem: Sorglos weggeworfene Abfälle verschandeln nicht nur das Stadtbild, sie haben auch gravierende ökologische Folgen. Auch in der Stadt Kempten ist das „Littering“ sehr präsent –  achtlos auf Fuß- und Gehwegen, auf Spielplätzen, in Parks oder am Illerufer weggeworfene Abfälle geben immer wieder Anlass für Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern beim städtischen Betriebshof. Der städtische Betriebshof, insbesondere die Abteilung Straßenreinigung ist dann für die Beseitigung der Abfälle federführend zuständig.

 

Zigarettenkippen belasten die Umwelt

Insbesondere gedankenlos weggeschnippte Zigarettenstummel sind ein großes Ärgernis. Die „Kippen“ verunzieren nicht nur Wege und Plätze, sondern stellen auch eine konkrete Gefahr für die Umwelt dar. Laut eines Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2017 werden jährlich weltweit etwa 5,6 Billionen Zigaretten geraucht, von denen etwa zwei Drittel als Zigarettenstummel achtlos auf den Boden geworfen werden, was zwischen 340.000 und 680.000 Tonnen Zigarettenkippen pro Jahr bedeutet. Die aus dem Kunststoff Celluloseacetat bestehenden Zigarettenfilter sind laut WHO so gut wie unzerstörbar. Zigarettenkippen enthalten viele toxische Stoffe wie zum Beispiel verschiedene Schwermetalle oder aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen sowie das Nervengift Nikotin. Aus den Zigarettenfiltern werden diese Stoffe mit der Zeit ausgewaschen und letztlich in unsere Flüsse, Seen und Meere eingebracht. Die Auswirkungen auf Lebewesen im Boden oder Wasser sind bisher leider nur unzureichend erforscht; die in den Zigarettenkippen gebundenen Schadstoffe gelangen vermutlich auch in die Nahrungskette. Damit gehören Zigarettenkippen zur Abfallfraktion des „Plastikmülls“, der bei uns in letzter Zeit in die Schlagzeilen gekommen ist, weil er die Weltmeere belastet.

 

Abfallbehälter werden oft nicht genutzt

Die Stadt Kempten beobachtet, wie viele andere Städte auch, das folgende Phänomen: Viele der Abfallbehältnisse, die in der Innenstadt und der gesamten Fußgängerzone aufgestellt sind, enthalten separate Aschenbecher, in denen Zigaretten ausgedrückt und entsorgt werden können. Dennoch landen die Kippen oftmals auf dem Boden vor den Abfalleimern oder im Straßenraum. Das Wegschnippen einer Zigarettenkippe stellt eine illegale Abfallentsorgung dar und ist eine Ordnungswidrigkeit. Hierzu finden zwar regelmäßig Kontrollen statt. Um die Verursacher der unsachgemäß entsorgten Zigarettenstummel verwarnen zu können, müssen diese aber direkt vor Ort angetroffen werden. Das ist meist nicht möglich. Das Aufsammeln der Zigarettenkippen wird von vielen als selbstverständliche kommunale Dienstleistung der Straßenreinigung angesehen, ohne zu bedenken, welchen Aufwand es erfordert, die Stummel von einem Untergrund wie zum Beispiel Kopfsteinpflaster oder größer flächigen Platten zu entfernen. Meist ist das nur in mühevoller Handarbeit möglich.

 

Die Klasse 9c der Staatlichen Realschule will mit ihrer „Kippen-Sammelaktion“ in der Kemptener Innenstadt auf dieses Problem aufmerksam machen und Raucherinnen und Raucher dazu aufrufen, ihre Zigarettenstummel nicht mehr achtlos wegzuwerfen.

 

Sollte die Aktion witterungsbedingt ausfallen, wird das am Freitag ab 8:30 Uhr hier auf der Website der Stadt Kempten bekannt gegeben.

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