Rundgang Allgäuer Festwoche: von Sonderschau zu Sonderschau

Die Themen haben sich in sieben Jahrzehnten mehr oder weniger stark verändert. Geblieben ist: Die in die Wirtschaftsmesse integrierten Sonderschauen machen die Allgäuer Festwoche in Kempten zu einem Ausflugsziel für Jung und Alt. Ein Rundgang auf der 70. Festwoche – von Sonderschau zu Sonderschau.

 „Sport vor Ort“ vor Halle 5

Man sagt, wer Sport treibe, sei auf der richtigen Spur. Bewegung tut gut. Dem Körper und der Seele. Sport hält fit. Ohne Altersbeschränkung. In der Nähe der Eingänge Süd (Königstraße) und Ost (ZUM) informieren der Bayerische Landessportverband (BLSV), die Bayerische Sportjugend (BSJ) und das Sportamt der Stadt Kempten über die vielfältigen Möglichkeiten „vor Ort“ aktiv zu sein. Höhepunkte sind die „Sportinterviews live“ um 17 Uhr auf der Bühne im Stadtpark, täglich vom 11. bis 18. August. Diese erfolgreichen Sportler und Vereins- oder Verbandsvertreter haben zugesagt: Armin Buchmann, Vorsitzender des FC Memmingen und Trainer Uwe Wegmann. Georg Streif, der Chefbundestrainer der Deutschen Taekwondo Union, kommt ebenso zur Festwoche wie Nadine Rieder (Deutsche Vizemeisterin im Mountainbike) und Michael Schwarzmann (Teilnehmer am Giro d‘ Italia). Dabei sind auch Stefan Schaidnagel, Sportdirektor des Deutschen Eishockeybundes und Karin Zeller, ehemalige Weltklasse-Langläuferin. Vom TSV Sulzberg stellt sich das Trampolin-Bundesliga-Team, die „Air Eagles Allgäu“, den Fragen.

 

Weiter geht der Rundgang in Richtung Stadtpark, zur Halle 7.

 

„70 Jahre innovatives Handwerk“ – Halle 7

Einen Blick zurück in die Gründerjahre der Festwoche bietet das Handwerk in Halle 7. Eine Schneider-Werkstatt und eine Auto-Werkstatt der Fünfzigerjahre sieht man nicht alle Tage. Die Handwerker arbeiten live. Ein Schmied beweist ebenso sein Können wie Zimmerleute und Bäcker in einer „Anno dazumal-Backstube“. Reizvoll auch die Gegenüberstellung von alten Techniken und modernen Methoden. So zeigen die Maler die Veränderungen in Farb- und Maltechnik. Die Kreishandwerkerschaft Kempten und ihre Innungen machen die dynamische Entwicklung der vergangenen 70 Jahre erlebbar. Das Handwerk ist Festwochen-Partner der ersten Stunde.

 

Jetzt via Salzstraße ins westliche Gelände.

 

„Gehen Sie mit uns auf die Heumilchreise“ – Messegelände Schulhöfe

Heumilch ist ein knappes Gut. Nur 0,5 Prozent der in Deutschland erzeugten Milch erfüllen die Kriterien. Dabei ist Heuwirtschaft die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. Im Sommer fressen die Kühe auf Weiden und Alpen saftiges Gras und Kräuter, im Winter bekommen sie Heu. Der positive Nebeneffekt der extensiven Wirtschaftsweise: mehr Artenvielfalt und ein tief verwurzelter Grasteppich, der vor Erdrutschen und Murenabgängen schützt. Heumilch enthält besonders viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren und eignet sich zur Herstellung aller Käsesorten. Aufgrund ihres guten Geschmacks ist sie auch als Trinkmilch beliebt. Weil probieren über studieren geht, laden die Heumilchbauern zu Verkostungen und mehr ein.

 

Ein verwandtes Thema gleich gegenüber.

 

„Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, gestern – heute - morgen“ – Halle 11

Während der ersten Allgäuer Festwoche 1949 waren Pferde als Arbeitstiere noch weit verbreitet, Traktoren eher selten. Das hat sich gründlich geändert. Zusammen mit seinen Partnern lädt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten zu einer spannenden Zeitreise ein – vom Gestern übers Heute in die Zukunft. Wie wurde das Allgäu früher bewirtschaftet? Was kam auf den Teller? Welche Herausforderungen gab es in der Wald- und Stallarbeit? Kühe melken von Hand war nicht romantisch, sondern anstrengend. Gut war die alte Zeit nur bedingt. Die Besucher können ihre Wünsche für die künftige Ernährung, Land- und Forstwirtschaft an einem Zukunftsbaum aufhängen. Die Förster vom Amt stimmen auf die „Faszination Bergwald“ ein. Im Bauernhofcafé bewirten in bewährter Manier die „Mir Allgäuer-Bäuerinnen“ mit Kaffee und Kuchen.

 

Und wieder gegenüber.

 

„DIY – Mach’s Dir Selbst!“ – Messegelände Schulhöfe

Die Dinge wieder selbst in die Hand nehmen, das passt zur neuen Bescheidenheit. Weniger fliegen, den Alltag ökologischer gestalten. DIY steht für „Do it yourself“ und bedeutet ungefähr: Mach’s dir selbst. Das ist das Motto der Sonderschau, die das Naturerlebniszentrum Allgäu vom BUND Naturschutz gestaltet. Alltägliche Produkte einfach mal selbst herstellen. Das geht. Wenn man weiß, wie man’s machen muss, entsteht das Shampoo in Heimarbeit, genauso wie die Wachstücher als Plastikfolienersatz auch. Wer Spaß dran hat, kann in der Sonderschau gleich selbst loslegen. Quasi als Übung – unter Anleitung – für Zuhause.

 

Vor dem Rückweg nach Osten Richtung Stadtpark noch in die neue Bio-Halle 12 mit rund 20 Anbietern, dann die Festwochenplakat Ausstellung anschauen (Halle 12) und im Freigelände beim Schauschleudern der Imker zusehen, täglich um 14 Uhr.

 

„Mobilität – Wasser – Heimat“- Messegelände Zumsteinwiese (Stadtpark)

Drei Ämter, eine Sonderschau. Mit der Frage, wie man von 60 Prozent Autoverkehr zu mehr Fuß-, Rad-, Bus- und Schienenverkehr , also zu nachhaltigerer Mobilität kommt, befasst sich das „Amt für Tiefbau und Verkehr“ der Stadt Kempten. Wäre die diskutierte innerstädtische Luftseilbahn dafür ein geeignetes Verkehrsmittel? Die Festwochenbesucher sind aufgerufen, ihre Meinung zu äußern. Das „Amt für Gebäudewirtschaft“ der Stadt stellt die Sanierung des Zumsteinhauses vor, in dem im Herbst das neue „Kempten Museum“ eröffnet wird. Teil der Präsentation ist das, vom Kulturamt entwickelte, Museumskonzept. Das „Wasserwirtschaftsamt Kempten“, eine staatliche Behörde, widmet sich dem Thema Hochwasser. Das „Pfingsthochwasser 1999“ löste beachtliche Planungen und Maßnahmen aus. Der Freistaat Bayern hat erhebliche Mittel investiert. Ein Modell zeigt die Wirkungsweise von Hochwasserrückhaltebecken.

 

Weiter geht es zum Deutschen Bundestag in Halle 4. Der Bundestag ist ein bisschen jünger als die Festwoche. Er konstituierte sich erst im September 1949. Und jetzt? Das Programm auf der Bühne im Stadtpark genießen und danach Brotzeit machen!

 

Weitere Informationen: www.festwoche.com, Info-Telefon: 0831/115 und festwoche@kempten.de

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