Festwoche Rückblick: „Stadt und Land Hand in Hand“

02.05.2019

April, Mai, Juni 1949: Die Vorbereitungen für die erste Allgäuer Festwoche gehen zügig voran. Wieder fallen wichtige Entscheidungen, die zum Teil bis heute Bestand haben: das tanzende Festwochen-Paar, der Standort des Festzeltes. Keinen Bestand auf Dauer hatte der Preis für eine Maß Festbier.

April 1949: Oberbürgermeister Dr. Georg Volkhardt unterschreibt am 1. April den Dienstvertrag mit Organisationsleiter Hans Mayr und den Werkvertrag mit dem künstlerischen und technischen Leiter Sepp Zwerch, Architekt und Stadtrat. Der Hauptausschuss zur Vorbereitung der Festwoche wählt am 14. April 1949 aus sieben Signet-Vorschlägen von Kunstmaler Franz Weiß den „Entwurf mit dem tanzenden Paar auf einem Kalenderblatt“. Das Paar ist – in veränderter Form – heute noch im Einsatz. Der Finanzausschuss und der Gewerbeausschuss (im Mai) beschließen, das Festzelt auf der Südseite des Königsplatzes zu errichten. Der Standort Zumsteinwiese ist damit kein Thema mehr. Die Forderungen der Zumstein’schen Erbengemeinschaft für die teilweise Überlassung der Wiese wurden als zu hoch erachtet.

 

Mai 1949: In ihrem Gruß- und Geleitwort vom 1. Mai formulieren OB Dr. Georg Volkhardt und Bürgermeister Albert Wehr das Motto der ersten Allgäuer Festwoche: „Stadt und Land Hand in Hand“. Der Kulturausschuss beschließt am 3. Mai: Träger der Kunstausstellung ist die Stadt. Der Gewerbeausschuss legt am 6. Mai fest, dass das Allgäuer Brauhaus das Festzelt beliefert und im Gegenzug die Bestuhlung für 2000 Personen stellt. Besonders wichtig, der Bierpreis: Eine Maß Festbier kostet 1,50 D-Mark.

 

Juni 1949: Neben den Festwochenausstellern rechnet der „Verkehrs- und Quartierausschuss“ mit 400 bis 600 Teilnehmern des „Bayerischen Gärtnertages 1949“. Laut Bürgermeister Wehr stehen in Kempten in Hotels und Gasthöfen nur etwa 400 Betten zur Verfügung. Der Ausschuss beschließt am 21. Juni, die Bevölkerung um die Meldung von Privatzimmern zu bitten. „Es wird zugesichert, dass diese Anmeldungen keinerlei Folgen bezüglich Beschlagnahme durch die Wohnungsämter nach sich ziehen werden, weil sie ausschließlich für die vorübergehende Unterbringung von Gästen der Festwoche dienen.“ Ein wichtiger Hinweis, weil wegen der extremen Wohnungsnot Wohnraumbeschlagnahmen und Zwangseinquartierungen nicht selten sind. Auch vier Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg.

Mehr Weniger lesen

Bitte beachten Sie: Unsere Durchwahlen haben sich seit 23.10.2020 geändert.

So erreichen Sie uns

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag:
8.00 - 12.00 Uhr
Montag zusätzlich:
14.30 - 17.30 Uhr
Mittwoch zusätzlich:
12.00 - 13.00 Uhr

Wir bitten um vorherige Terminvereinbarung.


Postanschrift:
Stadt Kempten (Allgäu)
Rathausplatz 22
87435 Kempten (Allgäu)

E-Mail:
poststelle@kempten.de

Sicheres Kontaktformular

Fax:
0831 2525-1026

Telefon (0831) 115:
alle Behördeninformationen unter einer Nummer, besetzt Montag bis Freitag 7.30 - 18.00 Uhr