Gemeinsame Erklärung zu Fragen der städtebaulichen Entwicklung

09.04.2019

Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Landrat Anton Klotz trafen sich zu aktuellen Themen. Im Zentrum standen zwei Projekte, die für Diskussionen gesorgt hatten – die Ansiedlung der Firma exxpozed in Dietmannsried sowie der Neubau eines Gartenmarktes durch die Firma Kutter in der Riederau in Kempten.

So tauschten sich die beiden Politiker darüber aus, wie die Ansiedlungspolitik für bedeutsame Gewerbebetriebe aussehen könnte. Dabei konnte Einvernehmen darüber erzielt werden, dass grundsätzlich sogenannter großflächiger Einzelhandel nicht einfach auf der „grünen Wiese“ entstehen soll. Dies gelte im Sinne des Erhalts und der Entwicklung wichtiger innerstädtischer Funktionen sowohl in der Stadt Kempten wie im Landkreis Oberallgäu. Die Vorgaben der Raumordnung und Landesplanung sind grundsätzlich zu berücksichtigen. Gesunde Strukturen leben auch von der Konkurrenz der Gemeinden untereinander – um zu einem für alle verträglichen Ausgleich von Lasten und Chancen zu kommen, haben sich Landrat und Oberbürgermeister versprochen, sich künftig noch besser und frühzeitiger abstimmen zu wollen.

 

Zu diesem Zweck wird künftig auch wieder die Tradition der „Stadt-Umland-Gespräche“ aufgenommen: Oberbürgermeister Thomas Kiechle wird regelmäßig Landrat Anton Klotz und die Bürgermeister der Gemeinden im nördlichen Landkreis zu einem Austausch über aktuelle Themen ins Rathaus einladen.

 

Der aktuelle Fall „exxpozed“ in Dietmannsried bot offensichtlichen Anlass für Diskussionen und Missstimmung auch unter Kemptener Gewerbetreibenden. OB Kiechle betonte daher gegenüber seinem Amtskollegen, dass ihm sehr daran gelegen sei, die florierenden innerstädtischen Handelsstrukturen und die lebendige Innenstadt vor einem schleichenden Ausbluten zu bewahren. So bemühe man sich schon seit vielen Jahren, innerhalb des Stadtgebiets das Einzelhandelskonzept konsequent auch vor schädlichen Kaufkraftabflüssen an den Stadtrand zu schützen. Das Gleiche müsse natürlich auch für angrenzende Flächen der Landkreisgemeinden gelten.

 

Landrat Anton Klotz zeigte sich dafür aufgeschlossen, verwies jedoch bezüglich des Falls „exxpozed“ auf eine „atypische Sonderkonstellation“, bei der der Einzelhandel untergeordnet zum Onlinehandel und in Verbindung mit einer Eventfläche realisiert werde. Es gelte allen Kommunen das Recht zuzugestehen, ihre Attraktivität für Gewerbe- und Wohnansiedlungen weiterzuentwickeln.

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