Instrumentarien - Eine Ausstellung von Julia Miorin

23.11.2018

Die Gewinnerin des Ausstellungsstipendiums der Sparkasse Allgäu stellt in der Kunsthalle Kempten aus. Julia Miorin beschäftigt sich von Samstag, 8., bis Samstag, 22. Dezember, in ihren Arbeiten mit Dingen des häuslichen Gebrauchs, ihrer Neuordnung, Umdeutung und Möglichkeiten der Einbettung.

Ihre Objekte, Installationen und Bildwelten hinterfragen funktionsorientierte Betrachtungsweisen und eingeschriebenes Handlungswissen. Wir benutzen Gegenstände des Alltags oft, ohne weiter über sie nachzudenken. Unsere Sozialisation lehrt uns das zügige, ergebnisorientierte Handeln. Wir sehen die Dinge also stets im Schatten ihres Zwecks, – welche Qualitäten soll ein dreckiger Lappen auch sonst haben?

Julia Miorin stellt in ihren Arbeiten Behauptungen auf, sie erweitert die aufgelesenen Objekte, auch ohne sie in ihren Grundzügen zu verändern. Die zumeist mobiliarartigen Gestelle und Halterungen sind eigens für die Gegenstände angefertigt, ihre schlichte Formensprache geht einher mit der Beiläufigkeit der Objekte selbst. Mit einer gesunden Portion Humor und Wille zum subtilen Bruch von Sehgewohnheiten streift sie den Dingen einen Teil ihrer alltäglichen Bürde ab. Dabei ist das Prinzip des Dialogischen und der assoziativen Kombinatorik ein wesentlicher Aspekt ihres Denkens.

 

Die Einzelausstellung in der Kunsthalle Kempten basiert auf dem Ausstellungsstipendium der Sparkasse Allgäu, das 2017 im Rahmen der 68. Kunstaustellung der Allgäuer Festwoche erstmals verliehen wurde und zeigt einen umfangreichen Einblick in Miorins Arbeiten der letzten Jahre.

 

Über die Künstlerin

Julia Miorin studierte von 2010 bis 2017 Bildende Kunst und Kunstvermittlung bei Prof. Una H. Moehrke an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. 2013 bis 2014 verbrachte sie im Fachbereich Fine Art an der University of Leeds und erhielt 2014 den Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung. 2015 war sie Stipendiatin des Istanbul-Atelierstipendiums der Kunsthochschule Halle. Seit 2017 ist sie Meisterschülerin bei Prof. Rolf Wicker und erhielt das Ausstellungsstipendium der Sparkasse Allgäu. Ab November 2018 ist sie Stipendiatin der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt. Ihre Arbeiten sind in unterschiedlichsten Ausstellungsformaten im In- und Ausland zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Halle und Leipzig.

 

Die Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

 

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