Auch Kommunen können etwas gegen Fluchtursachen tun

09.10.2018

Im Kampf gegen Fluchtursachen sieht Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle auch die Kommunen in der Pflicht und will mit gutem Beispiel vorangehen. Deswegen plant er eine Kooperation zwischen dem Klinikum Kempten-Oberallgäu und einem Krankenhaus in Afrika.

Entsprechende Vorgespräche hat Kiechle vor kurzem in Berlin mit Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller geführt. „Wer in seiner Heimat eine gute Zukunftsperspektive hat, geht nicht das Risiko einer lebensgefährlichen Fahrt übers Mittelmeer ein, um nach Europa zu kommen“, waren sich Kiechle und Müller beim Blick auf die Migrationspolitik einig. Im nächsten Schritt sollen nun mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erste Gespräche diesbezüglich mit der Klinikleitung geführt werden. Deren Ziel soll sein, ein passendes Krankenhaus als Kooperationspartner für den Klinikverbund zu finden.

 

Der geplante Austausch zwischen den Medizinern ist nur eines der konkreten Projekte, die dazu beitragen sollen, dass sich die Menschen in ihrer Heimat wohlfühlen. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle. „Der Klimawandel bedroht die Menschen in Afrika genauso wie im Allgäu“, betont Kiechle. Um dessen Auswirkungen einzudämmen, engagiert sich Kempten seit vielen Jahren in diesem Bereich. Die Stadt zählt zu den bundesweit 19 Masterplan-Kommunen, die jetzt von Rita Schwarzelühr-Sutter, Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, für ihre Pionierarbeit im Klimaschutz geehrt wurden. Oberbürgermeister Kiechle nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Thomas Weiß, Klimaschutzmanager der Stadt Kempten, in Berlin entgegen. Im anschließenden Austausch mit Vertretern der anderen Kommunen sei die hohe Motivation aller Beteiligten sichtbar gewesen, sich weiterhin aktiv im Klimaschutz zu engagieren, so Kiechle.

 

„In Kempten werden wir uns die Ziele bewusst hoch stecken“, ergänzt Klimaschutzmanager Weiß. Dies zeige sich zum Beispiel bei den Anstrengungen im Bereich Bildung in den Kindergärten und Schulen, aber auch bei Gebäudesanierungen und Neubauten von städtischen Immobilien. Hier soll der Passivhaus-Standard zum Einsatz kommen, wenn es wirtschaftlich und technisch möglich ist. Die Stadt unterstützt darüber hinaus auch private Hausbesitzer bei ihrem Einsatz fürs Klima, wie das aktuelle Bespiel Check-Dein-Haus zeigt. Im Rahmen dieser Kampagne erhalten 50 Kemptener Hausbesitzer eine kostenlose Beratung, die ihnen Tipps gibt, wie sie in ihrem Haus Energie sparen können.

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