„Kläranlage Kempten“ etabliert sich zu einem Leuchtturmprojekt in der Energiewende

28.11.2022

Im Rahmen des Förderprojektes „Vom Klärwerk zum Kraftwerk“ projektiert der Abwasserverband Kempten (AVKE), gemeinsam mit dem Projektpartner ZAK, inzwischen nicht nur die Produktion von Grünem Wasserstoff, sondern kann bei Bedarf im kommunalen Umfeld auch grünen Strom und grünes Gas liefern.

Vor einem Jahr konnte der AVKE die Zusage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit über eine Förderung von fast 9,3 Mio. € verkünden. Inzwischen ist die Verantwortlichkeit des Fördergebers zum Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gewechselt. Das Gesamtkonzept konnte planungstechnisch weiter vorangetrieben werden, so dass nunmehr die Leitprodukte für die europaweiten Ausschreibungen festgelegt werden konnten.


Mit der Errichtung der Projektbüros, die gemeinsam mit der Hochschule Kempten genutzt werden, entsteht auf dem Gelände des AVKE das „Wasserstoffzentrum Kempten“, sowie ein Brennstoffzellenprüflabor unter der Leitung von Professor Werner E. Mehr. Die Kooperation von AVKE, HKE und ZAK ist Ergebnis aus der gemeinsamen Zusammenarbeit im Projekt „HyAllgäu“. In der Praxis finden nun Produktion und Abnahme zusammen.

Grundlagen der zukünftigen erweiterten Mengen an grüner Energie sind insbesondere die Kooperationen mit dem ZAK sowie mit abwasserproduzierenden Firmen im Einzugsgebiet des AVKE. Die Gasmengen des AVKE und des ZAK werden zukünftig mittels Gasseparation gereinigt und in die Hauptkomponenten (Bio-)Methan und CO2 aufgeteilt. Dadurch kann ein Teil des Biomethans künftig kommunal im Bereich Kempten genutzt werden. Das entnommene CO2 wiederum wird als wertvolles „Abfallprodukt“ zusätzlich genutzt und trägt zur CO2-Reduzierung bei.

Je nach Bedarf können Kläranlagen grünen Strom, grünes Gas oder zukünftig auch grünen Wasserstoff liefern. Das bedeutet, dass die einzelnen Technologiebausteine, wie bspw. die Blockheizkraftwerke, der Elektrolyseur und der Stromspeicher einen Beitrag zur Flexibilität leisten und volatile Energiequellen ausgleichen können.

Das „Wasserstoffzentrum Kempten“ wird zukünftig durch den Projektpartner Metacon um ein alternatives Produktionsverfahren, einem Reformer, der direkt Klärgas in Wasserstoff umwandelt, erweitert. Dieses zusätzliche Verfahren ist für den AVKE kostenneutral.

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