Naturschutz in Kempten (Allgäu)

Baumschutz in Kempten (Allgäu)
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Stadtbäume gelegt, immerhin etwa 20 000 an der Zahl. Diese Bäume sind wichtig für ein ausgewogenes Klima, für die Erhaltung von Lebensräumen der Tier- und Pflanzenwelt und die Belebung, Gliederung und Pflege des Orts- und Landschaftsbildes. Die Bäume in unserer Stadt erhalten eine aufwändige Pflege, da sie vielen Beeinträchtigungen ausgesetzt sind, vor allem durch Streusalz, Bodenverdichtung, Grundwasserabsenkung, Bodenverunreinigung, Versiegelung, Schäden im Wurzelraum, Wunden an Stamm und Krone.
 
Bäume können in Kempten nach folgenden Vorschriften geschützt sein:
  • Baugenehmigung - Ein Schutz nach Baugenehmigung besteht, wenn ein Baum als zu erhalten in einer Auflage festgesetzt ist oder eine entsprechende Erklärung in einem Plan mit eingetragenem Baumbestand aufgeführt ist.
  • Bebauungsplansatzung - Ein Schutz nach Bebauungsplan besteht, wenn ein Baum lagemäßig im Bebauungsplan auf genommen ist und die Satzung den Erhalt des Baumbestandes fordert. 
  • Stadtbildsatzung - Ein Schutz nach der Satzung über besondere Anforderungen an bauliche Anlagen und Werbeanlagen  sowie Schutz von Bäumen in der Stadt Kempten (Allgäu) besteht, wenn der Baum sich in einem der in der Satzung ausgewiesenen homogenen oder historischen Bereiche auf einem bebauten Grundstück befindet und einen Stammumfang von mindestens 80 cm in einem Meter Höhe über dem Boden gemessen aufweist. Historische Bereiche sind im Einzelnen die Reichsstadt und die Stiftsstadt"  und homogene Bereiche sind die „Ortskerne Lenzfried und Heiligkreuz", das "Bodmanstraßen Viertel", das „Haubenschloß-Viertel“, die „südliche Parkstraße“ und die „Ahornhöhe“.
  • Naturdenkmalverordnung - In Kempten sind rund 70 Bäume als Naturdenkmal geschützt.
  • Landschaftsschutzgebietsverordnungen - In den jeweiligen Verordnungen für Iller, Rottachtobel und Schwabelsberger Weiher sind Schutzvorschriften für Bäume enthalten, z. B. für Wald auf Steilhängen, Mischwald der Auenzone, Flurgehölze usw.
  • Bundesnaturschutzgesetz - Aus Gründen des allgemeinen Artenschutzes ist es verboten, in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Bäume, die außerhalb des Waldes oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Zulässig sind schonende Form und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.

Von den genannten Baumschutzvorschriften gibt es Ausnahmen und Befreiungen vor allem für Maßnahmen, die der Gewährleistung der Verkehrssicherheit dienen, also bei kranken Bäumen. Entsprechende Anträge sind beim Amt für Umwelt- und Naturschutz einzureichen, wo eine Prüfung des jeweiligen Einzelfalles stattfindet.
Für Entscheidungen über Baumfällungen ist der Umweltausschuss des Stadtrates zuständig.
 
Auskünfte in Baumfragen erteilt gerne das
Amt für Umwelt- und Naturschutz
Kronenstraße 8
Tel. 25 25-5 36, Fax 25 25-3 97, 
roland.sauterE-Mail at Zeichenkempten.de.

 

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