Aus dem Rathaus
OB Dr. Netzer: "Fehlende Nähe zum Bundeswehrkrankenhaus bringt Aus für Bundeswehrstandort Kempten"
26. Oktober 2011. "Das ist eine schlechte Nachricht und ein schwerer Schlag für uns!", so OB Dr. Ulrich Netzer zu den am 26. Oktober 2011 bekannt gewordenen Folgen der Bundeswehr-Neustrukturierung für Kempten. Diese bedeutet das "Aus" für den Kemptener Standort.
OB Dr. Netzer: "Als Stadt Kempten haben wir mehrfach, genauso wie Staatssekretär Dr. Gerd Müller, intensiv unsere Argumente für den Standort eingebracht. Gemeinsam haben wir im September in Berlin für den Erhalt gekämpft. Nun war die fehlende Nähe zum Bundeswehrkrankenhaus ausschlaggebend für den Abzug des Gebirgssanitätsregiments 42 'Allgäu'. Dieses 'Aus' ist ein herber Verlust und bringt tiefe Einschnitte für die Soldaten und zivilen Beschäftigten mit ihren Familien sowie für die Stadt und den Kemptener Raum: Rund 800 Arbeitsplätze brechen uns weg, die Wirtschaftskraft der gesamten Region wird geschwächt. Ein hervorragendes Miteinander zwischen Bundeswehr und Bevölkerung geht zu Ende. Wir bedauern das um so mehr, als Kempten zu den ältesten und traditionsreichsten Militärstandorten in Bayern zählt und als die 'Wiege der Gebirgsjäger' gilt. Seit langen Jahren haben die Soldaten ihren festen Platz im Leben unserer Stadt.Wenn die Neustrukturierung der Bundeswehr zu einem Abzug führt, so brauchen die betroffenen Standorte jedenfalls einen Ausgleich. Kempten fordert daher, dass Bund und Land beim Übergang helfen, wie dies in Kempten damals bei der Prinz-Franz-Kaserne auch getan wurde, insbesondere durch eine unbürokratische Überlassung der Grundstücke, so dass diese schnellstmöglich genutzt und zukunftssicher in unsere Planungen einbezogen werden können. Diese Unterstützung ist unverzichtbar, um den Verlust im Lauf der Jahre wieder aufzufangen."
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