Soziale Stadt - Thingers-Nord
Der Stadtteil Thingers-Nord wurde im Jahr 2000 in das Städtebauförderungsprogramm „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ aufgenommen. Eines der Kernziele dieses Programms ist es, die Lebenssituation der betroffenen Menschen in benachteiligten Stadtquartieren durch eine aktive und integrativ wirkende Stadtentwicklungspolitik nachhaltig zu verbessern.
Der Stadtteil Thingers-Nord liegt im Nordwesten der Stadt Kempten. Er grenzt an das
Naherholungsgebiet Mariaberg und ist in Teilen von landwirtschaftlichen Nutzflächen, Wiesen und
Wäldern umgeben. Durch seine Hanglage liegt Thingers-Nord in einem von der übrigen Stadt
isolierten Bereich, verfügt jedoch über einen hervorragenden Panoramablick.
Der Untersuchungsraum Thingers-Nord stellt den nördlichsten Bereich des Stadtteils dar. Die Siedlung
ist zwischen 1960 und 1990 entstanden, überwiegend zwischen 1963 und 1975 erbaut, und lässt
sich grob in drei Teilbereiche untergliedern:
die Bebauung an dem U-förmigen `Schwalbenweg`,
die Zeilenbebauung und Punkthochhäuser zwischen `Bachstelzenweg` und `Im Thingers` sowie
der südlichste Bereich der Siedlung entlang des `Finkenwegs`.
Der Stadtteil Thingers-Nord ist geprägt durch dichte Bebauung und eine Reihe von Hochhäusern. Der Stadtteil wird seit einigen Jahren durch den Zuzug von ausländischen Arbeitnehmern und Migranten geprägt. Seit Beginn der 90er Jahre ziehen verstärkt Spätaussiedler der verschiedenen ethnischen Gruppen in den Stadtteil und prägen ihn nachhaltig. Durch den schubweisen Zuzug entsteht eine unausgewogene Bevölkerungsstruktur, was wiederum eine unzureichende Entwicklung der Sozialstruktur zur Folge hat.
Daten zum Projektgebiet:
- Größe: 23,5 ha
- Einwohnerzahl: 2.380
- Ausländeranteil: 14,1 %
- Kinder unter 15 Jahren: 19,1 %
- über 65jährige: 15,4 %
Ziele für das Projektgebiet:
- Deutliche Aufwertung des Stadtteils
- Entwicklung einer sozialverträglichen Bewohnerstruktur
- Entwicklung maßgeschneiderter Angebote für Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren
- Deutliche Verbesserung der Infrastruktur
- Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen
Themenschwerpunkte:
Projektpartner:
- Stadtjugendring Kempten
- Jugendgemeinschaftswerk
- Streetwork
- Ikarus Thingers, Verein für Kultur und Sport
- SV Heiligkreuz
- Johanniter Unfallhilfe
- Diakonisches Werk Kempten
- Evangelische Markusgemeinde
- Katholische Pfarrgemende St. Hedwig
- Nordschule
- AK Stadtteilentwicklung Thingers
- Die Sozialbau Kempten GmbH
- Bezirksbeamter der Polizei
- Fachakademie für Sozialpädagogik
- Kindergärten und Kinderhort (Kindergarten Markusgemeinde, Kindergarten St. Hedwig, Kindergarten und -hort der Arbeiterwohlfahrt, Integrativer Kindergarten Schwalbennest
- Stadtverwaltung (Jugendamt, Baureferat, Sozialreferat, Stadtentwicklung)
- Integrationsbeauftragter der Stadt Kempten
Erfahrungen und Ausblick:
- Breite Unterstützung
- Aktivierung und Beteiligung weiterhin wichtig
- Projekt "Soziale Stadt" als Chance
- Nachhaltigkeit muss gesichert werden
- Wichtige Aufgabe für die Zukunft: Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen
Copyright (c) by Stadt Kempten (Allgäu), Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
