Jahr 2017

Kemptener Innenstadt wird in Studie positiv bewertet

9. Mai 2017. In der Studie "Vitale Innenstädte" wird die Kemptener Innenstadt im deutschlandweiten Vergleich mit einer Note von 2,2 sehr positiv bewertet. Die beteiligten Städte in ähnlicher Größe erzielten eine Durchschnittsnote von 2,6.

Dazu Oberbürgermeister Thomas Kiechle: „Ich freue mich über dieses hervorragende Ergebnis. Es zeigt, dass Kempten im bundesweiten Vergleich vorn dabei ist.“

Das Stadtbild und das Ambiente werden insgesamt positiv bewertet. Insbesondere das städtische Flair, das vor allem durch  das Erscheinungsbild der Gebäude und Fassaden geprägt wird, kommt bei den Besuchern gut an. Auch die Aspekte Sicherheit und Sauberkeit können punkten.
Das Einzelhandelsangebot und dessen Attraktivität werden mit einer Note von 2,0  besonders positiv beurteilt. Die Besucherinnen und Besucher finden in der Kemptener Innenstadt ein vielfältiges Einkaufsangebot vor, das sämtliche Bedürfnisse abdeckt.
In allen erfragten Sortimenten wie Drogeriewaren, Bekleidung, Büro/Schreibwaren, Lebensmittel, Bücher, Schuhe/Lederwaren und Optiker bevorzugen die Befragten die Kemptener Innenstadt.
Die Attraktivität der angebotenen Sortimente übersteigt deutlich den ermittelten Ortsgrößendurchschnitt.
Die Erreichbarkeit mit dem Pkw, Ladenöffnungszeiten, Gastronomie-, Freizeit- und Dienstleistungsangebot halten die Besucher der Kemptener Innenstadt im bundesweiten Vergleich für überdurchschnittlich gut.
Es zeigt sich außerdem, dass die Besucher der Kemptener Innenstadt online-affin sind und ihnen digitale Serviceangebote wichtig sind, wie z.B. kostenfreies WLAN in der Innenstadt, Online-Informationen über die Geschäfte der Innenstadt oder Abholung online-bestellter Waren in den Geschäften.
An der zentralen Rolle der Kemptener Innenstadt hat sich allerdings kaum etwas verändert.

Handlungsbedarf sehen die Befragten bei der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und bei den Parkmöglichkeiten. Das Mobilitätskonzept 2030 soll hierzu Verbesserungspotenziale und Lösungen für die zukünftige Gestaltung der Mobilität aufzeigen.
Erste Maßnahmen, wie die Erweiterung der Fahrzeiten sowie eine umfassende Neustrukturierung des Ticketangebots im ÖPNV, wurden in diesem Jahr bereits umgesetzt, eine Erweiterung des Parkplatzangebotes ist in der Diskussion.
Durchschnittlich fällt die Beurteilung hinsichtlich der Plätze, Wege, Grünflächen, der öffentlichen Möblierung und der Lebendigkeit aus. So wünschen sich die Befragten mehr Sitzgelegenheiten, Spielgeräte und eine bessere Beleuchtung.
Insgesamt lassen die Ergebnisse die Schlussfolgerung zu, dass die baulichen und strategischen Maßnahmen der vergangenen Jahre, bestehend aus Sanierungs- und Aufwertungsprojekten, Einzelhandelszielsetzungen,
Marketingaktivitäten und politischen Leitlinien wie die strategischen Ziele 2030, zu einer erfolgreichen innerstädtischen Entwicklung beigetragen haben.

Die Stadt Kempten hatte sich im Herbst 2016 in Kooperation mit dem Citymanagement Kempten e.V. an der bundesweiten Untersuchung "Vitale Innenstädte 2016" des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) beteiligt. Nun wurden die Ergebnisse bekannt gegeben.

Die Untersuchung "Vitale Innenstädte 2016" initiierten die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd), der Handelsverband Deutschland (HDE) sowie der deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).
Es handelt sich hierbei um die größte empirisch basierte Untersuchung zur Zukunft der Stadtzentren in Deutschland.
Ziel der Befragung war es, eine aussagekräftige Datenbasis zu schaffen, um das Einkaufsverhalten in deutschen Innenstädten möglichst umfassend abzubilden und vergleichen zu können.
Außerdem wollte man Informationen über die Wahrnehmung der Stadt wie auch Fakten zum Einkaufsverhalten und zur Online-Affinität erhalten. Eine fundierte Bewertung des Standorts ist wichtige Voraussetzung für zukünftige Strategien.
An zwei Tagen im September (Donnerstag, 22.09.2016 und Samstag, 24.09.2016) wurden hierzu in 121 Städten deutschlandweit 58.000 Innenstadtbesucher (Größe der Stichprobe in Kempten: 600 Innenstadtbesucher) zu ihren Einkaufsgewohnheiten und Attraktivitätsfaktoren der Innenstadt befragt.

Nach dem System der Schulnotenvergabe bewerteten die Beteiligten die abgefragten Punkte mit den Noten 1 – 6.
Im Fokus der Untersuchung standen unter dem Motto "Die Innenstadt im Spiegel der Besuchermeinung" folgende Themenbereiche:
• Besucherstruktur
• Einkaufsverhalten
• Erreichbarkeit
• Anforderungen und Wünsche
• Online-Shopping

Wer besuchte im Untersuchungszeitraum die Innenstadt?
• Etwas mehr als 61% der Befragten wohnen in der Stadt Kempten, knapp 39% kommen von außerhalb. Im Vergleich zum Durchschnitt der Städte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohner zieht die Kemptener Innenstadt mehr Besucher von außerhalb zum Einkaufen an.
• So kommen im Ortsgrößendurchschnitt nur 37,4% der Innenstadtbesucher von außerhalb. Der Anteil der auswärtigen Besucher ist mit 41,5% am Samstag sogar noch etwas höher als am Donnerstag.
• Das Einzugsgebiet der auswärtigen Besucher umfasst v.a. die Nachbargemeinden, aber auch Gebiete im Ostallgäu, im Unterallgäu und im angrenzenden Baden-Württemberg.
• Die zentrale Rolle der Kemptener Innenstadt als Einzelhandelsschwerpunkt zeigt sich daran, dass mehr als 25% der Befragten täglich zum Einkauf in die Innenstadt kommen, fast 50 % kommen wöchentlich.

Diese Zahlen belegen die große Bedeutung der Stadt Kempten als zentraler Einkaufsort im Allgäu.

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