Jahr 2013

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Neuer Jugendhilfeplan zur Kinderbetreuung verabschiedet

26. April 2013. "Familienfreundlichkeit und damit auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - ganz unabhängig von Betreuungsquoten - zu fördern, sind große Ziele, denen wir mit dem Jugendhilfeplan weiter näher kommen", so Oberbürgermeister Dr. Netzer mit Blick auf das neu verabschiedete Planwerk.

In der Flohkiste
In der Flohkiste
Die im neuen Jugendhilfeplan-Abschnitt Kindertagesstätten festgehaltenen Zahlen und Ergebnisse zeichnen eine durchwegs gute Entwicklung ab hinsichtlich der Betreuungssituation in Kempten für Kinder aller Altersstufen, besonders aber auch für die unter Dreijährigen. "Wenn es weiterhin so stabil wie in den vergangenen Jahren bei rund 500 Kindern pro Jahrgang bleibt, dann dürften wir mit den nun festgeschriebenen Planungen auch den in Kempten wirklich vorhandenen Bedarf decken", so Benedikt Mayer, Referent für Jugend, Schule und Soziales. "Mit jedem weiteren Ausbau von Kindertageseinrichtungen hat sich die Kinderbetreuungssituation mehr und mehr entspannt", hat Mayer beobachtet. "Nach Abschluss aller aktuellen Aus- und Umbauten dürften Wartelisten in Kempten der Vergangenheit angehören.“

Dabei sind die in Kempten gesteckten Ziele sind hoch: Ende 2013, wenn der rechtliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr schon gilt, ist dann in Kempten ein weit größeres Angebot vorhanden als im so genannten Krippengipfel von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden anvisiert war: Für Bayern wurde darin ursprünglich ein Versorgungsgrad von 31% beschrieben. In Kempten gibt es dann bereits für fast 60% aller Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr einen Krippenplatz. Rechnet man die Jüngsten unter einem Jahr dazu mit ein, ergibt sich immer noch eine Versorgungsquote von knapp 40%.  

Der kommunale Jugendhilfeplan, der seit 2001 in den verschiedenen Abschnitten fortgeschrieben wird, dient der Stadt Kempten und den einzelnen Trägern als Handlungsgrundlage für die Weiterentwicklung der Bereiche Kindertagesstätten, Erziehungshilfe und Jugendarbeit. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 18. April 2013 die Fortschreibung des Abschnittes Kindertagesstätten des großen Planwerks verabschiedet. 

Ergebnisse aus dem Abschnitt Kindertagesstätten des Jugendhilfeplans in Kürze:

  • 606 Plätze für Kinder unter drei Jahren:
    - 461 in Kinderkrippen
    - 65 in der Tagespflege
    - 20 in Großtagespflege
    - 60 Plätze für Kinder unter drei Jahren in Kindergärten
    Diese Zahlen entsprechen den oben genannten Versorgungsquoten von fast 60 % bzw. 40 %. Diese Rechnung berücksichtigt auch eine Betreuung von bis zu 50 Kindern aus den Nachbargemeinden in Kempten. Das Angebot ist damit bedarfsgerecht.
      
  • 1790 Plätze für Kinder ab drei Jahren in 31 Kindergärten:
    Der Versorgungsgrad in den Kindergärten liegt deutlich über 100 %: Einer Geburtenstärke von etwa 1650 Kindern in drei Jahren stehen 1790 Plätze gegenüber. Der konkrete Bedarf weicht allerdings etwas ab. Er wird beeinflusst durch Zurückstellungen aus der Schule, Kinder aus dem Umland und durch Umzüge von Familien im Verlauf eines Jahres. Freie Plätze werden in der Regel an unter Dreijährige gegeben. Tatsächlich sind heute zwischen 60 bis 90 Kinder unter drei Jahre auf Plätzen in Kindergärten.
       
  • 1621 Plätze in der Schulkindbetreuung:
    in Kindertagesstätten

    - 332 Hortplätze + 12 Überbelegungsplätze in zehn Kindertagesstätten-Einrichtungen für Kinder im Grundschulalter
    an Schulen
    - 559 Kinder in Mittagsbetreuung
    - 198 in offener Ganztagesbetreuung
    - 532 in gebundenen Ganztagesangeboten
    Derzeit gehen 2352 Kinder in 100 Klassen in Grundschulen in Kempten. Damit erhalten rechnersich aktuell mehr als zwei Drittel aller Kinder im Grundschulalter öffentliche Kinderbetreuung in einer der oben genannten Formen.

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