Jahr 2012

115 Tage die 115: Erreichbarkeitszeiten mit telefonischem Bürgerservice ausgeweitet und Auskunfts-Qualität gesteigert

27. Juni 2012. "Sind die Mädchen in Kempten hübsch?" Die Antwort auf diese Frage eines 115-Anrufers in Kempten ist eher subjektiv. Seit 115 Tagen gibt es die Behördennummer nun in Kempten und im Oberallgäu; auf die allermeisten anderen Fragen konnten die 115-Servicecenter hilfreiche Auskünfte geben.

115-Servicecenter
115-Servicecenter
Am 5. März hatten die Stadt Kempten (Allgäu) und der Landkreis Oberallgäu gemeinsam als erste Kommunen in Bayern die bundesweite Behördenrufnummer offiziell freigeschaltet. "Die 115-Einführung ist allein deswegen schon ein Erfolg, weil wir damit die Erreichbarkeitszeiten des telefonischen Bürgerservices in beiden Behörden erheblich ausgeweitet und die Qualität und Reichweite der Auskünfte durch die bundesweite Wissensdatenbank deutlich gesteigert haben", bilanzieren Landrat Gebhard Kaiser und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer nach den ersten 115 Tagen.

Doch nicht nur Landrat und Oberbürgermeister sind mit der Entscheidung für die 115 zufrieden. Die Behördennummer kommt auch bei den Bürgerinnen und Bürgern gut an: "Oft zeigen sich die Anruferinnen oder Anrufer merklich überrascht, dass die 115 wirklich funktioniert und sich tatsächlich meist mit einem Anruf ihre Fragen erledigt haben", berichtet eine Mitarbeiterin aus dem Oberallgäuer 115-Servicecenter. Das 115-Serviceversprechen sieht vor, dass mindestens 65 Prozent aller Fragen beim ersten Kontakt beantwortet werden – so ist es auch in Kempten und dem Oberallgäu.

Erreichbarkeit: 7.30 bis 18 Uhr
Von Montag bis Freitag ist die 115 in Stadt und Landkreis jeweils von 7.30 bis 18 Uhr besetzt. Anrufende erhalten dort nicht nur Auskünfte zu lokalen Themen, sondern auch zu Fragen, die Behörden bundesweit betreffen. So hat jüngst ein Bürger über die 115 nach der Strahlenbelastung im Oberallgäuer Buchenberg gefragt. Dank der bundesweiten Wissensdatenbank wurde er direkt vom 115-Servicecenter weiter vermittelt an das Bundesamt für Strahlenschutz.

Nicht länger als 30 Sekunden warten
Insgesamt haben die zwei 115-Servicecenter seit März rund 32 000 Anrufe angenommen. Über 80 Prozent aller Anruferinnen und Anrufer mussten dabei nicht länger als 30 Sekunden auf die Annahme ihres Anrufes warten. Die häufigsten Fragen, die im Landkreis gestellt wurden, waren die nach den Öffnungszeiten der Zulassungsstellen und Wertstoffhöfe. Personalausweis, Reisepass, Kinderreisepass oder Führungszeugnis beantragen und Fundsachen abgeben/abholen waren die Top5-Fragethemen in Kempten.

Tarife und weitere Informationen
Die 115 funktioniert ohne Vorwahl und der Anrufende erreicht damit das nächstgelegene 115-Servicecenter - je nachdem, aus welchem Vorwahlbereich gewählt wird. Wer aus dem Festnetz die 115 wählt, zahlt den Ortstarif und damit genau die gleiche Summe, die ein Anruf bei der Telefonzentrale von Landratsamt oder Stadtverwaltung bislang gekostet hat. Über eine Festnetz-Flatrate ist auch der Anruf auf der 115 kostenlos. Die Umstellung im Mobilfunk ist für die Unternehmen freiwillig. Einige Mobilfunkanbieter haben die Tarife für die 115 bereits angepasst und bieten die 115 zum Ortstarif und über die Flatrates an.
Weitere Informationen zu den Tarifen und der 115 finden Sie unter www.115.de sowie auf www.oberallgaeu.org/115 und http://www.kempten.de/buerger-service.php.
  
  

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