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Erklärung des Stadtrats: Kempten pflegt und braucht eine Willkommenskultur für Flüchtlinge

9. Oktober 2014. In seiner Sitzung am 9. Oktober 2014 hat der Kemptener Stadtrat einstimmig die Erklärung "Kempten pflegt und braucht eine Willkommenskultur für Flüchtlinge" verabschiedet.

Kempten pflegt und braucht eine Willkommenskultur für Flüchtlinge
  

Kempten betreibt seit Jahrzehnten eine erfolgreiche Integrationspolitik. Menschen aus rund 120 Nationen leben friedlich miteinander, und die kulturelle Vielfalt bereichert die Stadt. Mehr als 20.000 Personen mit verschiedener Herkunft sind seit 1947 aus unterschiedlichen Gründen nach Kempten zugezogen. Sie waren und sind mitverantwortlich für den wirtschaftlichen Aufschwung unserer Stadt. Zahlreiche Aufgaben könnten ohne ihre Mithilfe nicht bewältigt werden. Fremdenfeindliches Verhalten ist daher in unserer Stadt eine seltene Ausnahme.
   
Der enorme Ansturm von Flüchtlingen erfordert aktuell, auch in Kempten, die Bereitstellung von Unterkünften. Die ankommenden Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten, unter ihnen auch etliche Christen aus Syrien, haben schlimmste Erlebnisse hinter sich und sind vor Verfolgung und tödlichen Gefahren geflohen. Der Anstand, unsere humane und christliche Lebenseinstellung, unsere menschliche Solidarität sowie die kulturelle Offenheit unserer Stadt  gebieten es, diese Menschen in ihrer Notsituation willkommen zu heißen. Die Stadt Kempten wird ihr Möglichstes zur Betreuung dieser Flüchtlinge tun. Wir wollen ihnen soweit helfen, dass sie ihr Leben in angemessener Zeit wieder selbstständig gestalten können.
  
Bei dieser Aufgabe sind wir aber auf die konstruktive Unterstützung von Bezirksregierung, Land, Bund und Europäischer Union angewiesen. Die Hilfe für Flüchtlinge ist unsere gemeinsame Aufgabe.
  
Als Verantwortliche der Stadt Kempten werben wir bei den Bürgerinnen und Bürgern um Verständnis für die erforderlichen Maßnahmen. Berechtigten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger steht die Stadt offen gegenüber. Fremdenfeindliche Äußerungen missbilligt sie und distanziert sich davon. Sie entsprechen nicht dem gewollten Zusammenleben in unserer Stadt.

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